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Immer mehr irakische Asylsuchende

Publicerat torsdag 26 oktober 2006 kl 15.03

Allein in diesem Jahr haben bislang 6.000 Iraker in Schweden Asyl beantragt. Täglich kommen 30 weitere hinzu, ein Ende des Flüchtlingsstroms ist nicht abzusehen. Jetzt wecken Meldungen über gefälschte irakische Pässe Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Asylsuchenden.

Im Hauptgebäude der schwedischen Einwanderungsbehörde in Stockholm-Solna werden die Wartezeiten immer länger. Nouha Nasser ist mit ihrem achtjährigen Sohn erst vor wenigen Tagen der Hölle des irakischen Krieges entkommen. “Ich habe alles verloren. Ich hasse diese Situation. Ich habe Angst“, sagt sie. Nassers Ehemann wurde vor mehreren Monaten entführt. Von ihm fehlt jedes Lebenszeichen.

Zahl der Flüchtlinge steigt

Nach Schweden ist Nasser aufgebrochen, weil sich ihre Schwester bereits hier niedergelassen hat. Heute sind Nouha Nasser und ihr Sohn zwei von rund 30 Irakern, die täglich in Schweden Asyl beantragen. Insgesamt waren es seit Jahresbeginn 6.000 Iraker. Laut UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, befinden sich seit Ausbruch des Irakkrieges mindestens anderthalb Millionen Menschen auf der Flucht. Kein Wunder also, dass die Zahl der Flüchtlinge steigt, meint Mikael Ribbenvik von der Einwanderungsbehörde:

„Die Situation im Herkunftsland hat sich erheblich verschlechtert. Zudem haben wir seit Ende März eine geänderte Gesetzeslage. Danach erhalten all diejenigen Menschen Asyl, die aus Unruheregionen kommen – auch wenn sie nicht persönlich betroffen sind. Das reicht also für eine Aufenthaltsgenehmigung in Schweden.“

Geld wird knapp 

Viele Iraker beantragen bereits während ihrer Flucht eine Aufenthaltsgenehmigung für Schweden. Laut Mitarbeitern der schwedischen Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus gehen wöchentlich Hunderte solcher Anträge ein:

„Solange die Situation im Irak angespannt bleibt, wird der Flüchtlingsstrom nicht abreissen. Im Gegenteil. Wir erwarten, dass es noch mehr werden. Denn viele irakische Flüchtlinge in Syrien haben bislang von ihren Ersparnissen gelebt. Wenn diese Ersparnisse zur Neige gehen, wird es mehr Anträge bei uns geben.“

Gefälschte Pässe?

Doch das ist offenbar nicht der einzige Grund für den Anstieg der Asylzahlen. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ legen immer mehr Antragssteller gefälschte irakische Pässe vor. Denn Schweden akzeptiert bislang als einziges EU-Land die neuen irakischen Pässe, die als leicht zu fälschen gelten. Ob hier womöglich eine Sicherheitslücke klafft, soll nun eine Arbeitsgruppe der Einwanderungsbehörde klären.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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