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Wäsche verbessert Spenderlungen

Publicerat fredag 27 oktober 2006 kl 09.19

Schwedische Forscher entwickeln eine neue Methode zur Verbesserung von Spenderlungen. Bisher beträgt die durchschnittliche Wartezeit auf eine neue Lunge rund ein Jahr. Immer wieder sterben Patienten während sie auf ein geeignetes Organ warten, denn die meisten gespendeten Lungen sind in zu schlechtem Zustand. Schwedische Wissenschaftler waschen die Spenderlungen nun und können so Leben retten.

Achtzig Prozent aller gespendeten Lungen sind nicht transplantationsfähig. Doch das Spezialistenteam vom Universitätskrankenhaus in Lund transplantiert Lungen, die kein anderer Chirurg in Europa verpflanzen will, weil sie in schlechtem Zustand sind und zu viel Flüssigkeit enthalten. Mit der neuen Methode aus Lund kann voraussichtlich etwa die Hälfte aller Spenderlungen verwendet werden.

Diese Organe werden in einem besonderen Kunststoffbehälter gewaschen. Ein bis zwei Stunden lang pumpt eine Herzlungenmaschine künstliches Blut durch die Spenderlunge. Dadurch wird ihr überzählige Flüssigkeit entzogen und sie wird sauber.

Zeitdruck
Stig Steen ist Professor für Thoraxchirurgie am Universitätskrankenhaus Lund: „Die Lungen, die uns auf herkömmliche Weise zur Verfügung gestellt werden, müssen innerhalb von sechs bis zehn Stunden transplantiert werden. Das ist in der Praxis nicht immer möglich. Durch die Lungenwäsche gewinnen wir Zeit und haben 24 Stunden, bis das Organ verpflanzt sein muss.“

Abgesehen davon, so der Lungenspezialist, diene die Lungenwäsche auch als Qualitätstest für das Spenderorgan.

Steens Team hat in den letzten Monaten vier Transplantationen mit gewaschenen Lungen vorgenommen. Die Mediziner sind mit ihren Erfolgen zufrieden, den Patienten geht es wieder gut und den Langzeituntersuchungen sehen sie optimistisch entgegen.

„Bei den letzten drei Patienten haben wir gleich beide Lungenflügel transplantiert. Für den Patienten bedeutet das also alles oder nichts, Leben oder Tod. Wir haben festgestellt, dass der Verlauf nach der Operation sich nicht von dem bei herkömmlichen Lungentransplantationen unterscheidet“, betont Steen.

Weniger Warten
Der Professor versichert, dass nun mehr schwer lungenkranken Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, geholfen werden kann. In Lund gehört die Lungenwäsche inzwischen zur routinemässigen Transplantationsvorbereitung. Das Interesse daran ist gross: Die Uni-Klinik in Göteborg steigt auf die neue  Technik um. Und Ärzte aus Grossbritannien, den USA und Frankreich haben die Methode bereits in Südschweden studiert.

„Für die Zukunft hoffen wir, dass wir nicht mehr auf die Lungen gehirntoter Spendern angewiesen sind, sondern auch Organe von herztoten in Betracht ziehen können. In Schweden haben wir ungefähr 15.000 Herztote pro Jahr, aber nur etwa 100 Gehirntote. Unsere Lungenwaschmethode lässt sich auch auf Leber und Nieren herztoter Spender ausweiten“, prognostiziert Professor Stig Steen.

Sybille Neveling

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