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Kritik nach Frachter-Unglück

Publicerat torsdag 2 november 2006 kl 15.01
Die Finnbirch vom Rettungshelikopter kurz vor dem Untergang

Zwölf Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, aber für zwei Betroffene kam die Hilfe zu spät. Nach dem Kentern des Ostseefrachters «Finnbirch» wird nun in Schweden heftige Kritik laut. Die Neuorganisation des Rettungsdienstes habe ihren ersten grossen Test nicht bestanden, meinen Bergungsspezialisten. Das Staatliche Amt für Seeschifffahrt weist die Kritik zurück.

Schwerer Sturm, Eiseskälte und bis zu zehn Meter hohe Wellen. Die Bergungsaktion vom Mittwoch verlangte allen Beteiligten Höchstes ab – und das unter neuen Bedingungen: Für Rettungseinsätze auf See gibt es seit kurzem veränderte Richtlinien. Zum Einen sind die Streitkräfte nicht mehr mit eingebunden. Zum Anderen stehen weniger Rettungshubschrauber zur Verfügung.

Lars Flemström hat dreissig Jahre lang als Hubschrauberpilot bei Bergungseinsätzen zur See gearbeitet. Er kritisiert die Neuerungen:

“Früher hat man für derartige Aktionen grosse Hubschrauber eingesetzt. Der Vorteil dabei war: Man konnte länger arbeiten, konnte für bis zu sechs Stunden Flugzeit tanken. Ausserdem waren die Besatzungen grösser, das heisst es war mehr Personal am Platz. Die Hubschrauber heute sind nicht nur kleiner, sie sind auch weniger geworden. Beim Estonia-Unglück schickten die Streitkräfte dreizehn Stück. Sicher, wir hätten damals noch mehr gebrauchen können, aber wir hatten wenigstens dreizehn. Heute gibt es in ganz Schweden insgesamt fünf. Das ist nicht gerade eine Verbesserung“, so Lars Flemström.

Die Reaktion des Amtes für Seeschifffahrt liess nun nicht lange auf sich warten. Die neue Organisation sei keineswegs schlechter als die alte, meint Ulf Hallström, Chef der Abteilung für Rettungsmassnahmen. Sie sei im Gegenteil besser.

„Das liegt daran, dass wir fünf Hubschrauber eines moderneren, technisch viel höher entwickelten Typs bekommen“, sagt Hallström. „Innerhalb von fünfzehn Minuten sind sie einsatzbereit. Bei den alten Hubschraubern dauerte das eine Stunde.“ Und dies, nämlich so schnell wie möglich am Unglücksort zu sein, sei schliesslich das Entscheidende. Die neuen Hubschrauber seien geschmeidiger und flögen schneller.

Ab März nächsten Jahres werden die Hubschrauber der Marke Sikorsky an fünf Stellen in Schweden stationiert – in Stockholm, Göteborg und Ronneby sowie in Visby auf der Ostseeinsel Gotland und im nordschwedischen Sundsvall. Die neuen Hubschrauber könnten tatsächlich bislang nicht so lange arbeiten wie die alten, räumt Ulf Hallström ein. Aber auch dieses Problem will man lösen: mit der Montierung zusätzlicher Tanks.

Anne Rentzsch

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