Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Die Crux mit der Gleichberechtigung

Publicerat fredag 3 november 2006 kl 14.23

Gleichberechtigung ist eine feine Sache. So sieht man es auch bei der Arbeitergewerkschaft LO – zumindest theoretisch. In der Praxis stellt sich die Sache etwas komplizierter dar. Sollen die Verbände gemeinsame Sache machen, um die Löhne der am Frauen mit den niedrigsten Einkommen aufzubessern? Diese Frage sorgt jetzt für Kontroversen. Bis zum Montag muss der Beschluss gefasst sein.

Auch im viel gepriesenen Musterland der Gleichberechtigung verdienen die Frauen noch immer weniger als die Männer. Und unter den absoluten Niedrigverdienern sind Frauen besonders stark repräsentiert. So verdiente laut einer Untersuchung der Zeitung „Dagens Arbete“ jede vierte Industriearbeiterin im vergangenen Jahr weniger als umgerechnet 1800 Euro. Zum Vergleich: ein schwedisches Durchschnittsgehalt liegt bei 2500 Euro.

Vor dem Begin der diesjährigen Tarifverhandlungen hat die Leitung des Gewerkschaftsverbandes LO nun die Einführung eines so genannten Gleichstellungs-Budgets vorgeschlagen. Demnach sollen die Löhne der einkommensschwächsten Frauen erhöht werden, ohne dass Mitglieder in männerdominierten Branchen dafür entsprechende Entschädigungen fordern. So die hehre Idee. Doch die Begeisterung der Herren hält sich in Grenzen. Aus den von Männern dominierten Verbänden wie zum Beispiel dem Verband der Metallindustrie kommt Protest. Erland Olausson, Tarifverantwortlicher bei LO, hofft dennoch auf eine Übereinkunft am Montag.

“Noch mache ich mir nicht wirklich Sorgen“, sagt er, „schwierig wird’s nur, wenn wir es bis zum Montag nicht schaffen sollten. Das hätte ziemliche Konsequenzen für alle beteiligten Verbände, schlicht deshalb, weil wir dann zusammen genommen viel schwächer sein würden. Ich hoffe, den Verbänden ist das klar und wir werden uns einigen können.“

Bislang sieht es nicht danach aus. Denn auch wenn alle 15 Verbände im Grunde der Initiative in Sachen Gleichberechtigung zugestimmt haben, sitzt der Teufel doch im Detail. Wie viel genau sollen die Frauen bekommen, worauf sollen die Männer ihrerseits verzichten? Inzwischen ist der Kampf um jedes einzelne Prozent in vollem Gange. Auf einem Mitgliedertreffen der Metaller am Donnerstag schlugen die Wogen der Diskussion hoch. Es sehe ausserordentlich finster aus für höhere Frauenlöhne, hiess es daraufhin vom Transportarbeiterverband.

Ola Borgström ist Gewerkschafter bei Komatsu Forest in Umeå, einem Unternehmen, das Maschinen für die Forstwirtschaft herstellt. “Ich denke, alle sehen ein, dass diejenigen Frauen, die mies verdienen, mehr haben wollen. Dafür haben wir schon Verständnis. Andererseits will man nicht beim eigenen Lohn zurückstehen“, fasst er vertrackte Situation zusammen.   

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".