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Gemischte Reaktionen auf Todesurteil gegen Saddam

Publicerat måndag 6 november 2006 kl 11.23
Das Urteil gegen den Diktator stellt nicht alle zufrieden

Das Todesurteil gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein wurde in Schweden vor allem bei den Exil-Irakern mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Aussenminister Carl Bildt forderte jedoch, dass das Urteil nicht vollstreckt werden solle.

Schweden war vor dem Sturz von Saddam Hussein eine Zuflucht für viele gewesen, die von dem Diktator verfolgt wurden. Das Todesurteil gegen Saddam Hussein wurde deshalb vielen Orts mit unverhohlener Freude zur Kenntnis genommen. Tabat Hadat aus Tumba südlich vor Stockholm hat das Urteil mit Spannung erwartet: „Das ist ein Traum für viele Iraker zu sehen, wie Saddam verurteilt wird. Wir haben applaudiert, weil wir lange darauf warten mussten. Wir sind froh darüber.“

Ähnlich äussert sich auch Nariman Rashid im südwestschwedischen Borås. Das Todesurteil sei gerechtfertigt: „Das hat er verdient und ich bin froh darüber. Ich habe lange darauf gewartet und das hat auch das irakische Volk getan. Wir sind alle froh“.

Kritik von Amnesty International

Doch nicht alle in Schweden stimmen in den Jubel über das Todesurteil ein. Johan Strandell von Amnesty International, weist darauf hin, dass der Prozess gegen Saddam nicht immer internationalen Ansprüchen einer fairen Verhandlung genügt habe. Das müsse man auch jemandem zubilligen, der vorher die Menschenrechte so eklatant missachtet hat, wie Saddam Hussein, meint Strandell: „Amnesty ist immer gegen die Todesstrafe, ganz egal um wen oder was es geht. Wir haben die Verbrechen des Saddam-Regimes kritisiert. Wir sehen gerne, dass ihm der Prozess gemacht wird. Aber in diesem Fall hatte der Prozess erhebliche Mängel und die Strafe ist unakzeptabel.“

Auch von offizieller Seite ist man in Schweden nicht nur zufrieden mit dem Todesurteil gegen den Ex-Diktator. Aussenminister Carl Bildt relativiert den Spruch: „Es ist genugtuend, dass er für die Verbrechen, die er begangenen hat, zur Verantwortung gezogen worden ist und dass ein erstes Urteil verkündet wurde. Aber wir haben in Schweden und in der Europäischen Union eine ganz klare Ansicht, was die Todesstrafe betrifft. Es ist schade das nicht ein offener und demokratischer Irak die Möglichkeit hatte, die Todesstrafe abzuschaffen.“

Bildt gegen Vollstreckung

Bildt wollte nicht dazu Stellung beziehen, ob es sich um einen gerechten Prozess gehandelt habe, oder nicht. Gleichzeitig gibt er der Hoffnung Ausdruck, dass das Urteil gegen Saddam nicht vollstreckt wird: „Es sollte nicht vollstreckt werden. Vor allem hoffe ich, ja ich gehe beinahe davon aus, dass die Prozesse weitergehen. Denn er wurde ja nur für einen kleinen Teil seiner Verbrechen verurteilt. Saddam muss für mehr zur Verantwortung gezogen werden.“

Bildt weist dabei darauf hin, dass Saddam lediglich für das Massaker an 148 Männern und Jungen im Dorf Dujail im Jahr 1982 verurteilt wurde. Die Menschenrechtsverbrechen in Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran mit Giftgasangriffen und Massakern vor allem an Kurden waren bisher nicht Gegenstand der Prozesse gegen Saddam Hussein.

Dieter Weiand

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