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Muslemischer Boykott teuer für Milchbauern

Publicerat torsdag 9 november 2006 kl 08.53

Die dänischen Karikaturen des Propheten Mohammed führten zu Protesten in islamischen Ländern und zu einem Boykott der schwedisch-dänischen Bauernkooperative Arla. Die Absatzschwierigkeiten die daraus entstanden sind, kosten jeden schwedischen Milchbauern in diesem Jahr durchschnittlich 5 500 Euro, sagt Katarina Malmström, Kommunikationschefin bei Arla.

„Wenn man diese Einbussen auf unsere 10 000 Milchviehhalter in Dänemark und Schweden verteilt, dann kommt man auf diesen Durchschnitt. Aber eigentlich sind die Verluste der Landwirte ja davon abhängig, wie viele Kühe sie haben und wie viel Milch sie an die Molkerei liefern.“

Schon im März hat das gemeinsame Unternehmen der schwedischen und dänischen Landwirtschaftsgenossenschaften berechnet, dass der Verlust durch den Boykott sich auf knapp eine halbe Milliarde Kronen belaufen würde. Die Annahme erweist sich jetzt im November als korrekt. Um die Ausfälle im Umsatz wettzumachen, hat Arla den Preis, den die Molkereien den Milchbauern pro Liter Milch zahlen, um vier Öre gesenkt.  

Schlechtere Preise in der EU
Aber die Auswirkungen ziehen über Skandinavien hinaus Kreise. Der Club der Europäischen Milcherzeuger, ein Netzwerk mit Landwirten aus 20 Ländern, weist darauf hin, dass die Verkaufskrise im Nahen Osten zu einem grösseren Angebot an Milch in der EU geführt hat.

Dieses grössere Angebot in der EU hat die Preise geknautscht, betont der Vorsitzende des Clubs der Europäischen Milcherzeuger, Per-Åke Sahlberg aus Lidköping: „Den Kühen ist egal, wie viel Milch wir verkaufen können, sie geben soviel, wie sie geben. Und unsere Molkereien verarbeiten die Milch dann weiter. Wir hätten allenfalls neue Märkte auftun können, um unsern Überfluss zu verkaufen.“

Neue Märkte
Aber dazu habe die Zeit nicht gereicht, bedauert Per-Åke Sahlberg. Arla versucht schon seit Längerem, sich in China und Japan zu etablieren.

Aber die Marketingexperten beim kooperativen Milchproduzenten können jetzt feststellen, dass die Nachfrage in mehreren islamischen Ländern allmählich  wieder steigt. Bis zum Jahresende – so die Hoffnung – kann Arla die Hälfte der Umsatzeinbussen wieder wettzumachen. Aber ob und wann die Verbaucher dort wieder so viel Käse und andere Milchprodukte von Arla kaufen wie früher, das lässt sich nicht prognostizieren, sagt Arlas Kommunikationschefin Katarina Malmström: „Das ist schwer zu sagen. Aber wir arbeiten natürlich alle daran, auf diesem Markt wieder stark zu werden.“ Vor dem Boykott machte Arla rund sechs Prozent des Gesamtumsatzes im Nahen Osten. 

Sybille Neveling

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