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Tsunami: Noch immer Irrungen und Wirrungen

Publicerat onsdag 15 november 2006 kl 12.20

Die Tsunami-Katatsrophe ist bald zwei Jahre her und sie schlägt noch immer Wellen in Schweden. Dass die Regierung verspätet und falsch agiert hat, das wurde von einer eigens eingerichteten Kommission bereits attestiert. Doch wer genau zu welchem Zeitpunkt über was unterrichtet war, konnte nie genau geklärt werden, da die damalige Regierung ihren E-Mail-Verkehr nicht zugänglich machte und offiziell sogar vorzeitig löschen ließ. Zwar sind nach dem Regierungswechsel Aufzeichnungen aufgetaucht, doch muss bezweifelt werden, ob sie die ganze Wahrheit ans Licht bringen werden.

Im Zentrum der Tsunami-Affäre steht der damalige Staatssekretär in der Regierungskanzlei, Lars Danielsson. Er soll den damaligen Ministerpräsidenten Göran Persson unterrichtet und einen Dialog mit dem Außenministerium über mögliche Maßnahmen geführt haben. Doch im Außenministerium erinnert man sich nicht an einen Kontakt mit Danielsson. Vielleicht eine der Hauptursachen, warum die Stockholmer Regierungskanzlei die Tsunami-Katastrophe komplett verschlafen hatte. Und das, obwohl über 20.000 Schweden damals ihren Weihnachtsurlaub in der betroffenen Region verbracht haben.

Aufzeichnungen über den E-Mail-Verkehr in der Regierungskanzlei wurden vorzeitig gelöscht. Be- oder Entlastung waren somit unmöglich. Umso größer war die Überraschung, als nach dem Regierungswechsel in diesem Herbst Bänder mit Aufzeichnungen doch wieder auftauchten. Doch die Hoffnung, dass jetzt die Details geklärt werden können, hat sich erneut in Luft aufgelöst. Denn von den ursprünglich gefundenen 150 Bändern sind nach Einsicht der Katastrophenkommission lediglich 119 übrig. Was mit den restlichen 21 geschehen ist, darüber fehlt jeglicher Beleg.

Carl Bildt contra Lars Danielsson

Unterdessen wird in der Regierungskanzlei eine Debatte über die Zukunft von Lars Danielsson geführt, der mittlerweile im Außenministerium gelandet ist. Danielsson hatte sich um diverse Botschafterposten beworben. Sein neuer Dienstherr, Außenminister Carl Bildt, hatte jedoch zuvor schon kundgetan, dass er von Danielsson nicht viel hält, ja ihn indirekt der Lüge vor der Katastrophenkommission beschuldigt. Bildt hatte sogar Zweifel, ob Danielsson überhaupt im Außenministerium bleiben kann.

Doch da gebietet Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt Einhalt: „Ich habe seine Anstellung nicht in Frage gestellt. Wir müssen uns jedoch Gedanken machen, welche Arbeitsaufgaben Danielsson im Außenministerium haben kann.“

Reinfeldt macht jedoch keinen Hehl daraus, dass er Danielsson als eng verknüpft mit der sozialdemokratischen Vorgängerregierung ansieht. Ein großer Karrieresprung scheint daher für Danielsson ausgeschlossen. Selbst wenn die verschwundenen Bänder doch noch auftauchen sollten und Danielsson Unschuld beweisen würden.

Dieter Weiand

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