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Kirchen stehen zum Verkauf

Publicerat tisdag 21 november 2006 kl 15.12

Immer weniger Schweden besuchen die Kirchen ihres Landes. Das macht dem Amt für Denkmalpflege Sorgen. Man befürchtet den allmählichen Verfall vieler Gotteshäuser, weil die Mittel für die Instandhaltung ausbleiben. Klaus Heilbronner:

Es war das Jahr 829, als der deutsche Bischof Ansgar mit einer kleinen Schar Missionare nach Schweden segelte, um das Christentum ins Land der Wikinger zu bringen. Das Unternehmen dauerte allerdings entschieden länger als vorgesehen: Die Christianisierung Schwedens war erst im 13. Jahrhundert vollendet. Viele Kirchen des Landes stammen denn auch aus dem Mittelalter. Der Dom der Universitätsstadt Uppsala ist die grösste Kirche Skandinaviens.

Über viele Jahrhunderte war für die meist protestantischen Christen der sonntägliche Kirchgang selbstverständlich. Doch in den letzten Jahren verzeichnen die Kirchen einen deutlichen Besucherschwund. Seelsorgerische Betreuung scheint nicht mehr so gefragt wie einst. Für die zum grossen Teil auf Spenden angewiesenen Gotteshäuser bedeutet das Sorge um die Existenz. Das schwedische Amt für Denkmalpflege ist sich des Problems bewusst und sucht nach Lösungen. Die zuständige Referentin Ingrid Schwanborg beschreibt das Umfeld:

„Heute gibt es in Schweden 3 500 Kirchen. Sie repräsentieren tausend Jahre Architektur und Kunst und haben viel zu erzählen – über das soziale Leben und die politischen Ereignisse der Vergangenheit. Früher waren die Kirchen allgemeine Versammlungsplätze. Sie haben eine lange Geschichte und sind in ihrer Umgebung zu Wahrzeichen geworden.“

Diese Wahrzeichen sollen nach dem Willen des Amtes bestehen bleiben. Um den Verfall zu verhindern, prüft man nun ungewöhnliche Lösungsmöglichkeiten. Eine davon ist der Verkauf von Kirchen an private Interessenten. Ingrid Schwanborg:

„Die Gesetze zur Wahrung des Kulturerbes, die mehr als  3 000 Gotteshäuser schützen, erlauben es, Kirchen zu verkaufen, wobei ihr Schutz aber bestehen bleibt. Der Käufer muss nämlich für jede geplante neue Verwendung oder bauliche Veränderung die Genehmigung der zuständigen Behörden einholen.“

Es ist also nicht ausgeschlossen, dass auf mancher Kirchturmspitze bald das eine oder andere Firmen-Emblem zu sehen sein wird. Wegen ihrer feinen Akustik eignen sich Kirchen auch besonders gut für musikalische Darbietungen. Mit der Aufführung des Musicals „Jesus Christ Superstar“ könnte sich der Kreis dann wieder schliessen.

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