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Röntgenarzt schlägt vor: Tagesdienst in Australien statt Nachtschicht in Schweden

Publicerat torsdag 23 november 2006 kl 14.09

Man muss sich nur zu helfen wissen. Diesen Grundsatz machen sich jetzt schwedische Krankenhäuser zu eigen. Um den Vorgaben der EU Genüge zu tun und um Ärzten anstrengende Nachtdienste zu ersparen, handeln sie im wahrsten Sinne des Wortes weitsichtig. Klaus Heilbronner:

Röntgenärzte haben wohl schon von Berufs wegen einen besseren Durchblick als andere Menschen. Das ist vielleicht die Erklärung für eine ungewöhnliche Idee des Röntgenologen Hampus Eklöf vom Akademischen Krankenhaus in Uppsala. Er hat vorgeschlagen, Nachtdienste schwedischer Röntgenärzte nach Australien zu verlegen. Die Mediziner könnten dann zu dortiger Tageszeit Röntgenaufnahmen analysieren, die ihnen über das Internet in den Computer geliefert werden. Kollegen finden die Idee überzeugend. Der Chef der Röntgenmedizin im nordschwedischen Västerbotten, Börje Morian, sieht zwei triftige Gründe, die für das Modell sprechen:

„Der eine Vorteil sind die Arbeitsbedingungen. Man arbeitet am Tage leichter als nachts. Der zweite Vorteil besteht darin, dass es weniger kostet, Tagesdienste nach Australien zu verlegen, als Nachtschichten in Schweden zu bezahlen.“

Diese Kostenrechnung klingt zwar unwahrscheinlich, aber in der Tat schlagen die  EU-weiten Regelungen zur Nachtarbeit recht teuer zu Buche. Wiederholte Berechnungen haben denn auch ergeben, dass es trotz Ausgaben für Reise und Unterbringung billiger wird, Ärzte um den halben Erdball zu schicken, wenn dafür Nachtdienste in der Heimat gestrichen werden können. Genau das sieht Eklöf als ausschlaggebend:

„Mir kommt es darauf an, bessere Arbeitsbedingungen für die Ärzte zu schaffen. Ich finde es schade, Leute nachts arbeiten zu lassen, wenn das gar nicht nötig ist.“

Zur Zeit ist ein schwedisch-spanisches Unternehmen dabei, das Konzept des Doktor Eklöf zu verwirklichen. Der Mediziner räumt ein, dass es dabei auch Probleme geben könnte:

„Schwedische Ärzte müssen sich vielleicht zu Untersuchungen in Spanien, England oder Belgien äussern und beherrschen die Sprachen nicht perfekt. Aber daran arbeiten wir.“

Ein sicher überwindbares Hindernis. Denn Mediziner kommunizieren bekanntlich weltweit locker in Latein.  

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