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Mehr Soldaten zu gefahrvollen Auslandseinsätzen

Publicerat torsdag 23 november 2006 kl 17.39

Schweden will mehr Soldaten in einige der weltweit grössten Unruhe-Herde entsenden. So werden derzeit Kräfte für den Einsatz in Darfur rekrutiert. Darüber hinaus plant die Verteidigung, die schwedische Einsatztruppe in Afghanistan auszubauen. Das wachsende schwedische Engagement bei der internationalen Friedenssicherung  bringt mehr Soldaten in grössere Gefahr.

Die Verteidigungspolitik der neuen Vierparteienregierung sieht mehr schwedische Soldaten für Auslandseinsätze vor. Dabei soll die Zahl der Friedenseinsätze zwar sinken, die Zahl der beteiligten Soldaten jedoch steigen. Da Schweden kein Berufsheer hat, bekommen Oberstleutnant Jerker Svensson und seine Mitarbeiter bei der Ausbildungseinheit für internationale Einsätze mehr zu tun. „Wir wählen Freiwillige aus und nehmen sie für einen bestimmten Verband und einen bestimmten Einsatz unter Vertrag“, erläutert Svensson.

Bisher stellen die Streitkräfte pro Jahr zirka 1 500 Frauen und Männer zu Auslandseinsätzen ein. Das sind sowohl Offiziere, als auch einfache Soldaten, die nur ihren Wehrdienst abgeleistet haben, und Zivilisten bestimmter Berufsgruppen. An dieser Zusammensetzung wird sich kaum etwas ändern.

Spezialisiert auf den Einsatzort
Jeweils spezialisiert hingegen ist die Vorbereitung auf das Einsatzgebiet. Jerker Svensson: „Wir entwickeln eine Übung für den ganzen Verband, bei der wir die Gegebenheiten im Einsatzgebiet simulieren. Wenn wir zum Beispiel für den Kosovo ausbilden, dann sorgen wir dafür, dass Menschen mitmachen, die Serbisch und Albanisch sprechen. Wir versuchen Situationen nachzustellen, in die unsere Leute im Kosovo geraten können.“

Rund 460 schwedische Soldaten tun zurzeit im Kosovo Dienst. 150 weitere sind vorbereitet und können schnellstens dorthin geschickt werden, wenn die NATO und die schwedische Regierung das befehlen.

Afghanistan-Schutztruppe
Bei den Isaf-Friedenskräften in Afghanistan sind 260 Soldaten. Ihre Ausbildung ist nach denselben Prinzipien verlaufen, erklärt Jerker Svensson.

Zurzeit stellen die Streitkräfte Personal für eine schwedisch-norwegische Pioniertruppe zusammen. Sie soll im Auftrag der Vereinten Nationen Strassen und Quartiere für friedensbewahrende Truppen in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur bauen. Der feste Auftrag allerdings steht noch aus.

Dass ein Auslandseinsatz Gefahren mit sich bringt stellt niemand in Frage. Oberstleutnant Jerker Svensson betont, dass das Personal auch auf Krisen vorbereitet wird. Die meisten Soldaten sind zwischen 20 und 30 Jahren, sagt er. Sie haben meist einen zivilen Beruf und Familie. Das gebe ihnen mehr Perspektive in Fragen von Moral und Verantwortung. Schliesslich könnten Zwischenfälle wie die Totenschädel-Fotos deutscher Soldaten in Afghanistan zu Racheakten führen – sowohl an den Soldaten vor Ort als auch bei Attentaten durch Extremisten im Heimatland; auch wenn bei dem deutschen Fall grosse Empörung oder antideutsche Proteste ausgeblieben sind.

Vorbeugen besser als heilen
„Wir unterrichten unsere Soldaten in moralischen Grundwerten und Ethik. Wie ein Mensch in Krisensituationen reagiert, weiss man ja nie. Wir legen Wert darauf, dass die Soldaten mögliche traumatische Erlebnisse auch vor Ort bearbeiten können. In der Ausbildung lernen sie, mit Stress fertig zu werden und einander gegenseitig durch Gespräche zu stützen.“

Trotzdem hinterlässt der grausame Alltag in Afghanistan oder im Kosovo Spuren in der Seele. Manche, die zurückkehren, werden die Bilder im Kopf kaum noch los. Doch da helfen hoffentlich die Gespräche mit Psychologen und anderen Experten, die die Streitkräfte auch Jahre nach dem Einsatz noch zur Verfügung stellen

Sybille Neveling

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