Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
IT-Gesellschaft

Computerspielsucht meist Online

Publicerat onsdag 29 november 2006 kl 12.57

Ballern- Rennen-Springen-Töten und das alles im Computer. Die Computer-Spielsucht greift in Schweden vor allem bei jungen Männern um sich. Jetzt musste ein 15jähriger Junge in ein Behandlungszentrum zwangsüberwiesen werden. Er hatte seine Spielsucht einfach nicht mehr im Griff. Häufig reagieren nicht nur die Eltern sondern auch die Behörden viel zu spät. Ein Unternehmen in Göteborg nimmt sich der Spielsüchtigen an.

Es sind vor allem so genannte Online-Spiele, die junge Männer in ihren Bann ziehen. Über eine Internetverbindung laden sie sich in eine virtuelle Welt und kämpfen mit oder gegen andere. Denn es sind meist Kampf-Spiele, die die Jungs in ihren Bann ziehen. Bei immer mehr Jugendlichen nimmt die Lust zu spielen dermaßen überhand, dass das eigentliche Leben immer mehr in den Hintergrund gerät.

Meist Mütter

Mikael Ericsson leitet die Agentur No Games in Göteborg. Hier können Eltern anrufen, die Probleme mit ihren Teenagern haben. Ericsson ist über den aktuellen Fall sehr beunruhigt. Ein 15jähriger musste in ein Behandlungszentrum zwangsüberwiesen werden. Eltern und Behörden hätten viel zu spät reagiert, so Ericsson: „Dass da nicht schon früher gehandelt wurde, macht mich sauer. Es gibt Hilfe und je früher die einsetzt, desto leichter ist es.“

90 Prozent der Kunden, die bei Ericsson anrufen sind Mütter, die Probleme mit ihren Söhnen haben. Dann hat die Spielsucht meist überhand genommen, so Ericsson: „Die Folgen für Leute die zu viel am Computer spielen sind enorm. Als erstes leidet die Schule. Und für die Eltern kommt das dann meist plötzlich, kurz vor dem Abitur zeichnet sich ab, dass der Schüler eigentlich gar nicht zum Unterricht erscheint“.

Die Symptome sind ähnlich wie bei anderen Süchtigen: Flucht aus der Wirklichkeit, Verlust der Selbstkontrolle, Schwierigkeiten, sich auf andere Sachen zu konzentrieren, Entzugserscheinungen. Dies bestätigt auch Mikael Ericsson: „Sie suchen den Kick. Wir erleben bei No Games, wie die Realität immer mehr verdrängt wird. Sie fliehen in die Welt des Computerspiels und verdrängen ihre tatsächlichen Probleme.“

Aggresives Verhalten

Häufig fällt eine Veränderung im Verhalten erst auf, wenn es zu spät ist. Der Computerspielsüchtige wird aggressiv, wenn man versucht, das Spielen zu unterbrechen, schläft bei Tag und spielt ganze Nächte durch. Bei No Games wird jedoch im Gegensatz zum Firmennamen nicht versucht, den Computer ganz abzuschaffen.

„Wir versuchen den Jungs beizubringen, mit dem Computer ihr Leben zu leben. In der Arbeit, in der Schule, in der Freizeit. Wir wollen das Spielen auf ein normales Niveau reduzieren“, so Ericsson.

Die Arbeit für No Games wird zunehmen. Das belegen auch die Erfahrungen der der Telefon-Hotlines für Spielsüchtige. Allein während des ersten Vierteljahres 2006 wurden hier 110 Computer-Spielsüchtige registriert. Im gesamten vergangenen Jahr waren es noch 102 gewesen. 

Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".