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Neuorientierung - landesweite Prüfungen in der 3. Klasse

Publicerat torsdag 30 november 2006 kl 13.51

Schritt für Schritt macht sich die neue Regierung daran, die Ankündigungen vom Wahlkampf in die Realität umzusetzen. Zuletzt war die Schulpolitik dran. Hier hat die bürgerliche Allianz wissen lassen, dass die Leistungen der Schüler wieder mehr überprüft werden und dass Leistungsschwache früher gefördert werden sollen. Ein Vorsatz, der in Schweden nicht nur Zustimmung findet.

Vor allem die liberale Volkspartei hat sich in der Schulpolitik profiliert. Dass der liberale Jan Björklund Schulminister in der bürgerlichen Regierung wurde, hat daher kaum überrascht. Jetzt macht sich Björklund daran, das Schulwesen zu reformieren.

So soll in zwei Jahren ein landesweit einheitlicher Test für Drittklässler in Schwedisch und Mathematik eingeführt werden. In einem Land, das bisher bis zur Jahrgansstufe acht keine Noten vergibt, ein ziemlich neuer Ansatz – auch wenn bei dem Test keine Noten vergeben werden. Es soll nur geprüft werden, ob die Schüler das Klassenziel erreichen. Schulminister Björklund ist überzeugt: „Der Test soll dokumentieren, inwieweit die Schüler die Ziele des Lehrplans in den Bereichen Lesen, Schreiben und Rechnen erreichen. Ein Schüler, der diese Ziele nicht erreicht, soll bereits in der Grundschule eine besondere Unterstützung bekommen und damit nicht bis zum Gymnasium warten müssen.“

Bisher kann nur in der Mittel- und Oberstufe festgestellt werden, bei welchem Schüler wo Mängel auftreten. Das soll jetzt anders werden. Dabei sollen auch die Gemeinden helfen, so Björklund: „Die Gemeinden sollten erwägen, schrittweise Mittel für die Unterstützung von schwächeren Schülern von den Gymnasien an die Grundschulen zu überführen. Darüber hinaus wird die Regierung eine neue Ausbildung für Speziallehrer ins Leben rufen. Dort werden Lehrer darin ausgebildet, wie man schwachen Schülern helfen kann.“

Skeptische Sozialdemokraten

Daran wollen die Sozialdemokraten, die der Schulpolitik in den letzten Jahrzehnten ihren Stempel aufgedrückt haben, jedoch nicht so recht glauben. Für die sozialdemokratische Abgeordnete Marie Grönlund hat immer noch Vorrang, dass alle das Klassenziel erreichen: „Wir haben keine Angst vor landesweiten Tests und Noten. Aber wir befürchten, dass man nur das macht und sich dann nicht um die Ergebnisse kümmert. Da werden doch nur Schüler aussortiert.“

Da helfe es auch nichts, die Mittel für schwache Schüler vom Gymnasium an die Grundschulen zu verteilen, so Grönlund. Die Einführung dieser Prüfung wäre für die Sozialdemokraten ein Rückschritt in eine Politik von der man sich schrittweise seit den siebziger Jahren verabschiedet hat. Die Lehrergewerkschaft dagegen, begrüßt den Vorschlag, wenn auch nicht uneingeschränkt.

Viele Lehrer sind dagegen kritisch, wie zum Beispiel Mikael Holéwa von der Kvarnbäcksskola im Stockholmer Vorort Haninge: „Die Schüler sind hier, um sich zu entwickeln und nicht um geprüft zu werden. Da sind die Ansichten über die Entwicklung doch sehr unterschiedlich. Das geschieht durch positive Unterstützung. Durch Lob lockt man das Beste im Menschen hervor Wir wissen doch, dass durch Prüfungen häufig nur Stress erzeugt wird.“

Und auch die Meinungen der Schüler gehen auseinander.„Da kribbelt es schon bei der Prüfung“, meint der eine. Ein Mädchen dagegen hat nichts gegen Prüfungen, sonder findet das sogar gut. 

Dieter Weiand

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