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Vattenfall berät Bundesregierung

Publicerat fredag 1 december 2006 kl 14.40

Ein schwedische Unternehmer soll Bundeskanzlerin Angela Merkel künftig in Klimafragen beraten. Vattenfall-Chef Lars G. Josefsson soll diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen. Aus schwedischer Sicht scheint  die Entscheidung der Kanzlerin paradox. Denn Vattenfall setzt bei der Energieerzeugung auf die viel gescholtene Kohle.

Konzernchef Lars G. Josefsson sieht die Aufgabe als Herausforderung. „Die Aufgabe bedeutet ein hohes Maß an Verantwortung, ist aber gleichzeitig eine Chance, zur Lösung des Klimaproblems beizutragen“, betont Josefsson.

Bindeglied zwischen Wirtschaft und Umweltpolitik

In seiner neunen Funktion soll Josefsson vor allem umweltpolitische und wirtschaftliche Interessensvertreter auf einen gemeinsamen Nenner bringen. „Angela Merkel denkt in großen Zusammenhängen,” meint Josefsson. ”Ihr geht es in erster Linie darum, die globale Wirtschaftselite zu mobilisieren und grundlegende Prinzipien in der Lösung der Klimafrage zu entwickeln.“

In Deutschland hat sich der schwedische Stromanbieter um ein umweltfreundliches Profil bemüht – mit dem Vorhaben, das erste kohlendioxidfreie Kohlekraftwerk zu entwickeln. Dabei soll das bei der Verbrennung entstehende CO2 nicht in die Luft entlassen, sondern verflüssigt, abtransportiert und in speziellen Endlagern aufbewahrt werden.

Kritik aus Schweden

In Schweden hingegen steht man dem Wirken des Energieriesen kritischer gegenüber. Erst vergangenes Jahr hat die schwedische Regierung das Unternehmen dazu anhalten müssen, in seinen Unternehmensrichtlinien auf erneuerbare Energie zu setzen. Vattenfall solle im Umstieg auf alternative Stromquellen eine führende Rolle einnehmen.

Der Tadel seitens der Regierung hat Wirkung gezeigt. Mittlerweile gehört Vattenfall zwar zu den größten Windenergieproduzenten in Schweden. In Deutschland setzt der Konzern jedoch weiterhin vorwiegend auf fossile Energiequellen – allem voran auf  Braunkohle.

Imageschaden durch Braunkohle

In Ostdeutschland hat das Unternehmen große Teile der Braunkohleindustrie aufgekauft und sich damit als Umweltsünder großen Kalibers geoutet. Aktivitäten, die dem wohl guten Image in Deutschland auf Dauer doch herbe Kratzer zufügen können.

Denn der fortschreitende Ausbau des Braunkohletagebaus droht nicht nur eine wertvolle Kulturlandschaft zu zerstören. Mit der Umwandlung der zusätzlich gewonnen Kohle wird das Land Brandenburg die vorgegebenen Klimaschutzziele wohl verfehlen. Denn bis das angekündigte CO2-freie Kohlekraftwerk einsatzfähig sei, so Josefsson, werden wohl noch einige Jahre ins Land streichen.

Birgit Ulrich 

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