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Sportauszeichnung an Anja Pärson

Publicerat tisdag 5 december 2006 kl 12.58

Die Skifahrerin Anja Pärson erhält „Bragdguldet“, die Auszeichnung der Tageszeitung Svenska Dagbladet für die größte Sportleistung des Jahres. Es handelt sich dabei um eine der begehrtesten Auszeichnungen im schwedischen Sport. Pärson wird vor allem für ihren kämpferischen Einsatz bei den Olympischen Winterspielen in Turin ausgezeichnet. In der Begründung heißt es: „Für die Olympische Goldmedaille im Slalom, ein souveräner Triumph unter hohem Leistungsdruck – Meisterklasse“.

Eigentlich hätte Anja Pärson die Nachricht von ihrem „Bragdguld“ in den Schweizer Alpen erreichen sollen. Doch da herrscht zurzeit Schneemangel und so war sie im Heim ihrer Eltern im nordschwedischen Tärnaby. Die Auszeichnung kam für sie ein wenig überraschend. Viele Experten hatten eigentlich die Eishockeynationalmannschaft Tre Kronor erwartet, die sowohl die Olympiade als auch die Weltmeisterschaft gewonnen hat. Umso grösser ist die Freude bei Anja Pärson: „Ich bin wirklich völlig überrascht. Ich bin ja gerade aus Kanada heimgekommen. Jetzt bin ich in Tärnaby bei meinen Eltern und dann die Auszeichnung, besser geht’s gar nicht.“

Im alpinen Skisport ist Anja Pärson bei weitem kein unbeschriebenes Blatt mehr. 38 Weltcupsiege, vier Weltmeistertitel, Gewinnerin des Gesamt-Weltcups 2004 und 2005. Mehr Erfolge hat in Schweden eigentlich nur die Skilegende Ingemar Stenmark zu bieten, der, genau wie Pärson, aus Tärnaby stammt. Damit haben sich die Gemeinsamkeiten der beiden Ski-Idole jedoch erschöpft.

Wutausbruch als Ansporn

Anja Pärson ist extrovertierter, lässt sich ihre Gemütslage anmerken, wie eben bei den Winterspielen in Turin, als sie sich enttäuscht, ja sogar wütend gegeben hatte, weil sie „nur“ Bronze in der Kombination holte. Jetzt sieht sie diesen Ausbruch als inneren Reifeprozess. Die Wut damals habe sie zum Gold beim Slalom erst richtig angestachelt, so Pärson. Heute kann sie darüber lachen: „Das mit der Bronzemedaille. Na ja ich versuche eben immer das Beste und so viele Medaillen wie möglich zu holen. Aber die Bronze in der Kombination war vielleicht auch ein Auslöser. Jetzt erst seh’ ich ein, dass das für mich eigentlich auch positiv war.“

Bodenständig ist Pärson immer geblieben, auch wenn die Erfolge den offiziellen Umzug nach Monaco mit sich gebracht haben. Mit Tärnaby ist sie verhaftet. Ihre Leidenschaft ist der Skisport. Das Jahr 2006 war auch für sie eine Herausforderung.

Mentale Herausforderung

„Ich bin einfach auf mich selbst stolz. Ich musste mich durch diese Saison durchkämpfen. Ich war ja verletzt. Das war ein Handikap. Trotzdem hatte ich in allen Disziplinen Spitzenplatzierungen. Das war eine mentale Herausforderung“, sagt sie.

Die Auszeichnung von Svenska Dagbladet wird deshalb auch nur Ansporn für sie sein. Erst recht, wenn es im Februar des nächsten Jahres um die richtig großen Titel geht. Dann finden die Ski-Weltmeisterschaften schließlich im heimischen Åre statt.

Dieter Weiand 

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