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Ausbildung oder Jobs? Streit um Arbeitsmarktbehörde

Publicerat onsdag 6 december 2006 kl 14.04

Die Arbeitslosigkeit war das Hauptthema im diesjährigen Wahlkampf. Mit dem Versprechen, dass mehr Arbeitslose eine richtige Arbeit haben sollen als in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen untergebracht zu sein, haben die bürgerlichen Parteien die Wahlen für sich entschieden. Jetzt meldet die Arbeitsmarktbehörde mehr Jobs, was noch nicht als Erfolg der neuen Regierung gewertet werden kann. Schließlich hat die neue Politik noch gar nicht gegriffen. Auch besteht die Gefahr, dass viele Arbeitslose für die neuen Jobs nicht ausreichend qualifiziert sind. Es geht also aufwärts am Arbeitsmarkt, aber nicht alle werden profitieren.

Schwedens Wirtschaft brummt und jetzt entstehen Arbeitsplätze. Allein im kommenden Jahr werden 90.000 neue Jobs geschaffen, so die Prognose der zentralen Arbeitsmarktbehörde AMS. Der bisher heftig gescholtene AMS-Chef Bo Bylund ist stolz auf die Ziffern: „Das sind starke Zahlen und der Beschäftigungsgrad wächst auch. Wir sagen 175.000 neue Arbeitsplätze für 2007 und 2008 voraus. Die Gründe dafür sind die starke Konjunktur der Weltwirtschaft und die gute Nachfrage auf dem schwedischen Markt.“

Die Arbeitslosenquote wird bei dieser Entwicklung auf deutlich unter fünf Prozent sinken. Dennoch gibt es auch Grund zur Sorge. Denn viele Langzeitarbeitslose bringen nicht die Qualifikationen mit, die für die neu entstandenen Arbeitsplätze erforderlich sind. Einige Branchen klagen bereits über Arbeitskräftemängel bei Facharbeitern.

Mehr Geld für Ausbildung

AMS-Chef Bo Bylund möchte daher mehr Geld von der Regierung für die Ausbildung von Arbeitslosen. Doch die hatte bereits angekündigt, dass die Mittel wohl eher beschnitten werden. Das missfällt Bylund: „Wir sind beunruhigt, weil wir sehr wenig in der Ausbildung für den Arbeitsmarkt tun. Wir müssen bei dieser Nachfrage mehr für die Jobs ausbilden, die angeboten werden. Ein weiteres Problem sind die schwachen Gruppen auf dem Arbeitsmarkt, die es auch jetzt schwer haben werden. Die dürfen wir nicht aus dem Arbeitsmarkt verdrängen.“

Bylund deutet an, dass die Regierung das Arbeitslosengeld kürzen will, um mehr Druck zu machen, auch wirklich eine Arbeit zu suchen. Arbeitsmarktminister Sven Otto Littorin sieht auch wenig Sinn darin, jetzt AMS mehr Geld zu geben: „Es ist bei dieser Hochkonjunktur einfach schon zu spät. Wenn jetzt die Anzahl der freien Stellen steigt, ist doch die Vermittlungsfunktion von AMS gefragt und nicht die Leute in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu binden. Die Leute sollen zu einer richtigen Arbeit gehen und nicht zu einer Ausbildungsmaßnahme von AMS.“

Kritik an AMS

Die bürgerlichen Parteien hatten die Arbeitsmarktbehörde bereits während des Wahlkampfes stark kritisiert. Viele Arbeitslose würden in Kursen untergebracht, die sie kaum auf einen qualifizierten Job vorbereiten, so der Vorwurf.

Der alte Gegensatz wird so auch trotz guter Lage wieder deutlich – während die bürgerliche Regierung auf die freien Kräfte des Marktes vertraut, wollen die von den Sozialdemokraten eingerichteten Behörden lieber auf Ausbildung setzen.

Dieter Weiand

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