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Neue Kritik an Gaspipeline

Publicerat onsdag 6 december 2006 kl 14.47

Die geplante deutsch-russische Gaspipeline durch die Ostsee sorgt in Schweden weiterhin für Missmut. Umweltschutzorganisationen lehnen das Projekt grundweg ab, die Regierung hat sich bislang skeptisch gegenüber der Gasleitung gezeigt. Doch Energieriesen wie E.ON wollen die Möglichkeit einer schwedischen Nebenleitung der Pipeline untersuchen.

Eine gemeinsame Delegation des Naturschutzverbands, der Biokraftstoffvereinigung sowie des Landwirtschaftsverbands trafen am Mittwoch zu Gesprächen mit Mitgliedern des Reichstags und der Regierung zusammen. Dabei drängten die Umweltvertreter darauf, jeglicher Energiegewinnung durch fossiles Gas eine klare Absage zu erteilen. Lars Göran Pettersson ist Vorsitzender des Landwirtschaftsverbands LRF:

„Unser wichtigstes Argument gegen Fossilgas ist Schwedens Klimaschutzziel. Wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, brauchen wir keine Fossilgasleitung.“

Abhängig von Russland 

Akuten Anlass zur Sorge bereiten den Umweltschützern Pläne von Energiekonzernen wie E.ON, das Gasnetz in Schweden deutlich auszubauen. Auch mit einer schwedischen Abzweigung von der deutsch-russischen Gaspipeline liebäugelt E.ON. Doch damit macht sich Schweden direkt vom russischen Präsidenten Vladimir Putin abhängig. Eine schwedische Horrorvorstellung. Einerseits ist die Angst vor dem übermächtigen russischen Nachbarn jenseits der Ostsee in Schweden traditionell stark ausgeprägt. Andererseits hat Putin selbst schon Staaten, die ihm die politische Gefolgschaft verweigern, buchstäblich den Gashahn zudrehen lassen, wie Polen oder der Ukraine. Svante Axelsson vom Naturschutzverband führt darüber hinaus umwelttechnische Argumente gegen die Abhängigkeit von Fossilgas ins Feld:

„Das Perfide an Leitungen ist die Tatsache, dass man sich für eine lange Zukunft an sie bindet. Es handelt sich dabei schließlich um Infrastruktur. Erneuerbaren Energien würde dann keine Möglichkeit mehr eingeräumt, mit umweltschädlichen Techniken zu konkurrieren.“

Schwedisches Veto nicht sicher

Im Prinzip dürften die Umweltvertreter bei den Reichstags- und Regierungsvertretern offene Türen eingerannt haben. So hat sich die neue bürgerliche Regierung unter Fredrik Reinfeldt bislang betont skeptisch zum Pipeline-Projekt geäußert. Ein schwedischer Abzweig scheint daher nicht sehr realistisch. Gleichwohl bleibt weiterhin offen, ob Schweden gegen das deutsch-russische Gesamtprojekt sein Veto einlegen wird.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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