Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Scania-Chef attackiert MAN

Publicerat torsdag 7 december 2006 kl 14.11
Scania markiert seine Stellung

Seit Monaten versucht der deutsche Lastwagenhersteller MAN nun schon das schwedische Konkurrenzunternehmen Scania zu übernehmen. Bisher sträubte sich das schwedische Unternehmen recht erfolgreich gegen die endlos scheinenden Fusionsverhandlungen mit dem deutschen Konzern. Begründung: Die Angebote seien zu niedrig. Doch jetzt hat Scania-Chef Österling anscheinend genug von Übernahmeattacken und Aktienschiebereien. Verbal holt er nun zum Gegenschlag aus und trifft deutlich unter der Gürtellinie.

Was Scania-Chef  Leif Österling von den Versuchen der Übernahme durch den MAN-Konzern hält, hat er in einer Befragung des privaten Fernsehsenders TV8 unmissverständlich kundgetan: Der Kaufversuch ist seiner Meinung nach Ausdruck für die Art der Deutschen Krieg zu führen.

„Die Deutschen sind ja Experten was den Blitzkrieg angeht: Aber sie haben auch viele davon verloren.“

Reine Provokation oder eine klare Absage an das Geschäft?

„Die Frage ist, was der Deutsche hört und wie der Deutsche das in einer solch empfindlichen Geschäftssituation deutet“, meint Gunnila Masreliez-Steen, Chefin der Unternehmensberatung Kontura. Sie hat sich intensiv mit internationaler Unternehmenskommunikation beschäftigt. Sie sieht in Österlings Wortattacke eine deutliche Absage an das Geschäft:

„Eine solch deutliche Äußerung gegenüber der anderen Partei sagt viel über die eigene Position aus. Entweder befindet man sich in der Machtposition, in der einem die Meinung des Gegenübers egal sein kann. Oder man hat einfach aufgegeben, eine gemeinsame Lösung zu finden,“ meint Maszreliez-Steen.

Österling spricht aus Erfahrung

Österling scheint jedoch keine Angst vor Missdeutungen seiner Äußerung zu haben. Schließlich habe er es nicht zum ersten Mal mit einem deutschen Unternehmen zu tun, sagt er.

„Ich kann mit Recht behaupten, dass die Deutschen nur eine klare und direkte Sprache verstehen. Ich kenne das Unternehmen Volkswagen seit nunmehr 15 Jahren, ich weiß, wie man mit denen reden muss.“

Bleibt nur zu hoffen, dass seine Aussage auch bei MAN- Vorstand Håkan Samuelsson richtig ankommt. Denn der ist nicht nur sein größter Konkurrent, wenn es um die Chefpostenbelegung nach einer geglückten Fusion geht – sondern Schwede und eben kein Deutscher.

Birgit Ulrich

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".