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Yunus hofft auf arsenfreies Trinkwasser für Bangladesch

Publicerat torsdag 14 december 2006 kl 14.54

Mohammed Yunus war zu Besuch in Stockholm und hat dort auch das Problem des arsenverseuchten Trinkwassers in Bangladesch angesprochen. Yunus hofft, dass dieses Problem auch mit schwedischer Hilfe gelöst werden kann. Nicht ohne Grund, denn immerhin war die schwedische Entwicklungshilfeorganisation SIDA vor 25 Jahren an dem internationalen Trinkwasserprogamm beteiligt, das zur Arsen-Problematik geführt hat.
Klaus Heilbronner

Mohammed Yunus hat den Friedens-Nobelpreis dafür bekommen, dass er der Armut in seiner Heimat Bangladesch den Kampf angesagt hat. Die 1976 von ihm gegründete Grameen-Bank, zu deutsch Dorfbank, betreut heute sieben Millionen Kleinstkreditnehmer.  Armut ist aber nur e i n Problem im 140-Millionen-Land der Bengalen. Die Menschen haben mit einer Vergiftungskatastrophe riesigen Ausmaßes zu kämpfen, denn die Mehrzahl der Millionen Trinkwasserbrunnen des Landes ist mit Arsen verseucht. Der Grund: Als internationale Hilfsorganisationen nach der Unabhängigkeit des Landes 1971 eine gemeinsame Aktion zur Sicherung der Trinkwasser-Versorgung starteten, wurde versäumt, das aus den neuen Brunnen geförderte Wasser auf Arsen zu testen. Und das, obwohl Geologen wissen, dass  im Deltagebiet der Flüsse Ganges und Brahmaputra reichlich Arsen abgelagert ist. Erst als nach Jahren Zehntausende an dem schleichenden Gift erkrankten, wurde offenbar, dass mit der Aktion guten Willens eine verheerende Katastrophe ausgelöst worden war. Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO für Arsen festgelegte zulässige Grenzwert pro Liter Wasser beträgt zehn Mikrogramm. In Bangladesch werden Werte von mehreren hundert Mikrogramm gemessen. Auch die schwedische Entwicklungshilfe-Organisation SIDA hat damals an dem Unheil bringenden Projekt mitgearbeitet. Bei seinem Besuch in Stockholm traf Mohammed Yunus auch mit SIDA-Vertretern zusammen. Radio Schweden fragte den Nobelpreisträger, ob dabei auch die Gift-Katastrophe Thema war:

„Wir haben beim Arsen nicht über Einzelheiten gesprochen, aber wir sind uns darin einig, dass das ein Problem ist. Aber wir hatten keinen Experten zur Hand, der uns sagen konnte, was zu tun ist, und ich glaube, auch SIDA hat bisher keine Lösung. Wir warten auf eine wissenschaftliche Lösung, aber bisher haben wir nichts gesehen, was den Menschen wirklich hilft. Dieses sehr bedrohliche Problem besteht also weiter. Es verursacht viele Krankheiten, und die Menschen haben keine sichere Wasserquelle. Wir hoffen, dass eine Lösung gefunden und auch sofort umgesetzt werden kann.“

Bei der Suche nach Abhilfe sollten die Wissenschaftler durchaus den Rat einheimischer Brunnenbauer einholen. Sie kennen die Arsen-Problematik genau und bekommen sie mit eigenen Methoden in den Griff. So erkennen sie an der Färbung der angebohrten Sedimente, ob sie Arsen enthalten. Sie bohren so tief, bis sie auf helle und damit ungiftige Bodenschichten treffen. Erst von dort wird dann Trinkwasser geschöpft. In Bangladesch sind Millionen Brunnen verseucht. Tausende von Brunnenbauern und das erforderliche Gerät müssten eingesetzt werden, um die Arsen-Bedrohung einzudämmen und schließlich zu beseitigen. Wäre das ein Projekt für die Grameen-Bank?  Mohammed Yunus:

 „Die Abmachung mit unseren Kreditnehmern besteht darin, dass wir Geld zur Schaffung selbständiger Einkünfte verleihen, aber wir tun das auch zur Erschließung oder Aufbereitung von Trinkwasser. Und wenn die Regierung ein solches gesundheitspolitisches Projekt billigt, dann geben wir dafür auch Kredite.“

Yunus traf in Stockholm auch Entwicklungshilfeministerin Gunilla Carlsson. Ihr schwedischer Titel ist „Beistandsministerin“. Und Beistand hat  Bangladesch beim Kampf gegen das Gift bitter nötig.

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