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Schweden schliesst sich Umweltzielen an

Publicerat måndag 18 december 2006 kl 14.08
Umweltminister Andreas Carlgren

Beim Thema Umwelt ist Schweden in den vergangenen Jahren sehr ambitioniert zur Sache gegangen. Daher ist es auch wenig verwunderlich, wenn die Regierung jetzt ehrgeizige Ziele in der Europäischen Union unterstützt. Bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgase um 30 Prozent reduziert werden. Damit unterstützt Schweden den Vorschlag Deutschlands in der EU.

In einem gemeinsamen Artikel  der Tageszeitung Dagens Nyheter ziehen Umweltminister Andreas Carlgren und Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt Umweltbilanz und sind dabei – was die internationalen Fortschritte angeht - wenig angetan. Die Umweltziele des Kyoto-Abkommens reichten nicht aus, stellen Carlgren und Reinfeldt fest. Gleichzeitig trügen Verbesserungen einzig und allein in Schweden nicht viel bei. Eine zentrale Rolle sieht die schwedische Regierung daher bei der Europäischen Union.

Deutschland, das im kommenden Halbjahr die Ratspräsidentschaft innehat, hat vorgeschlagen, die Ziele für den Ausstoß von Treibhausgasen zu korrigieren. Bis 2020 sollen die Treibhausgase um 30 Prozent innerhalb der gesamten EU verringert werden. Diesem ehrgeizigen Ziel schließt sich Schweden an, bestätigt Umweltminister Carlgren: „Das ist einfach notwendig und deshalb muss es auch realistisch sein. Dazu werden wir uns auch an die Wissenschaft wenden, damit wir von Wissenschaftlern Ratschläge bekommen, wie wir diese Ziele am besten hier in Schweden erreichen.“

Viel könnte über den Handel mit Emmissionsrechten erreicht werden. Nach dem Motto: Wer verschmutzen will muss zahlen. Aber auch Forschung und Wirtschaft müssten mobilisiert, Entwicklungen neuer Techniken vorangetrieben werden, so Reinfeldt und Carlgren.

Positive Entwicklung

Die neue, bürgerliche Regierung hat die Umweltpolitik zu einer der wichtigsten Fragen auserkoren. Dabei stützt sie sich auf eine positive Entwicklung innerhalb der letzten Jahrzehnte. Seit 1970 hat der Ausstoß von Treibhausgasen in Schweden um 40 Prozent abgenommen. Während die Wirtschaft gleichzeitig um 36 Prozent gewachsen ist. Wirtschaftswachstum und eine expansive Wirtschaftspolitik sind also durchaus mit einer effektiven Umweltpolitik vereinbar. Schwedens Regierung sieht sich gezwungen, in Sachen Umwelt zu handeln, so Carlgren: „Die Einsicht, wie wichtig die Klimafrage ist und die Erfahrungen vom Klimagipfel in Nairobi, wo wenig zählbares herausgekommen ist. Wir müssen weltweit weiter kommen, mit der EU an der Spitze und Schweden an der Spitze der EU.“

Schweden will ein neues Klimabündnis bilden, 2009 wenn es die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Auf dem Weg dahin will sich Schweden erst einmal den Verhandlungshindernissen und Meinungsverschiedenheiten widmen, die bisher eine weltweite Klimapolitik so stark geschwächt haben. Dazu haben Carlgren und Reinfeldt Umweltminister aus aller Welt zu einem informellen Treffen im Sommer nächsten Jahres nach Stockholm eingeladen.

Dieter Weiand

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