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Massnahmen gegen Mobbing gefordert

Publicerat torsdag 4 januari 2007 kl 11.44
Schülerbeauftragter Lars Arrhenius

Gewalt und Mobbing gegen Schüler und Lehrer sind in Schwedens Lehranstalten keine Seltenheit. Jetzt ist eine Debatte darüber entbrannt, wie Ruhestörer an Schulen ausgebremst werden können. Während die Regierung auffällig gewordene Schüler bestrafen will, setzt der staatliche Schülerbeauftragte auf vorbeugende Maßnahmen.

Vom Idealbild der Schule, an der gleichberechtigt und in Ruhe gelehrt- und gelernt wird, ist die schwedische Realität weit entfernt. Doch es sind nicht nur die Schulen in vermeintlichen Problembezirken, in denen der Unterricht oft massiv gestört wird. Vor allem Mobbing unter Mitschülern gehört vielfach zum traurigen Alltag in den Klassenräumen im gesamten Land. Hier will Lars Arrhenius, Schülerbeauftragter der Regierung, nun Abhilfe Schaffen. Sein Vorschlag: Jede Schule soll in Zusammenarbeit von Lehrern und Schülern eine eigene Strategie gegen Mobbing entwickeln.

„Wenn Schulen keine entsprechenden Handlungspläne besitzen, müssen sie mit Bußgeldern rechnen. Dabei sollte es sich um eine spürbare Summe handeln, sodass die sich Schulen zum Handeln gezwungen fühlen.“

Erfolgreich verklagt 

Seit April vergangenen Jahres kümmert sich Arrhenius um die Belange der Schüler im Land. Täglich erhält er Anrufe von Kindern, die sich durch Mitschüler oder Lehrer beleidigt fühlen, die einfach Angst davor haben, zur Schule zu gehen. 150 polizeilichen Anzeigen musste der Schülerbeauftragte im zurückliegenden Dreivierteljahr nachgehen. Zwei Schulen hat es bereits erfolgreich verklagt. Laut Gesetz hätte jede Schule bereits seit April 2006 ein Konzept gegen Mobbing ausgearbeitet haben müssen. Doch vielfach sei dies immer noch nicht der Fall, beklagt Arrhenius:

„Die Lage ist sehr ernst. Wir dürfen es nicht mehr zulassen, dass es Kindern in der Schule schlecht geht. Da käme eine Gesetzesverschärfung genau richtig. Ich finde es äußerst bedenklich, dass zahlreiche Schulen noch immer nichts gegen Mobbing unternommen haben. Das Gesetz zwingt sie eigentlich dazu. Vorbeugende Arbeit hat einen entscheidenden Anteil am gerechten Lernmilieu in den Schulen.“

Welche Massnahme ist angemessen? 

Dass etwas gegen das Überhand nehmende Mobbing an Schulen getan werden muss, darüber besteht Einhelligkeit. Die Frage ist nur, was. Im Gegensatz zum Schülerbeauftragten, der die Schulen mehr in die Pflicht nehmen will, steht ein Vorschlag von Schulminister Jan Björklund. Er hatte vergangene Woche gefordert, auffällige Schüler sollten leichter der Schule verwiesen werden können – auch gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern. Ob daraus ein Gesetz wird, ist bislang fraglich. Das letzte Wort in dieser Debatte ist also noch längst nicht gesprochen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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