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Matrosen händeringend gesucht

Publicerat fredag 5 januari 2007 kl 11.23
Attraktiver Arbeitsplatz

Sind Sie Matrose oder Schiffsmaschinist von Beruf? Dann haben sie in Schweden keine Probleme, eine Arbeit zu finden - hierzulande herrscht nämlich - wie auch in Deutschland - eine grosse Nachfrage nach Seeleuten.

Joel Wetterberg kann über Langeweile derzeit nicht klagen. Der 21-Jährige hat seinen Abschluss an einer allgemeinbildenden Schule in Örebro gemacht, die ein Ausbildungsprogramm für Seeleute anbietet - eine von acht Schulen im ganzen Land. In den letzten zwei, drei Jahren hat der Schwede bereits auf einem Frachter und einem Kanalschiff gearbeitet, gerade hat er als Matrose auf einem grösseren Containerschiff angeheuert, erzählte Wetterberg jüngst der westschwedischen Zeitung Göteborgs-Posten.

Anfrage der Reedereien steigt

Dass Seeleute wie er derzeit gefragt sind, freut auch Arbeitsvermittler Kent Gammal. Mehr als 2.000 Arbeitskräfte hat das schwedische Arbeitsamt im letzten Jahr vermittelt. Die Anfragen der Reedereien seien um bis zu 50 Prozent gestiegen, erklärt der Chef Fachabteilung Seefahrt in Göteborg, die Arbeitslosigkeit unter Seeleuten habe sich halbiert.

Jetzt herrscht in manchen Bereichen ein Mangel an Arbeitskräften, so Gammal: „Diejenigen, die jetzt ausgebildet werden, werden die Nachfrage nicht decken können. Deshalb sind wir dabei, verschiedene Kampagnen zu entwickeln, um die Jugendlichen für den Beruf zu interessieren. In den nächsten Jahren gehen viele Seeleute in den Ruhestand, die Aussichten für Berufsanfänger sind gut. Das ist nicht nur ein schwedisches Phänomen sondern gilt für die ganze Welt.”

Keine Praktikumsplätze, dafür Arbeitsplätze

Hintergrund für die Engpässe beim Personal ist nicht nur die gestiegene Anzahl schwedischer Frachter. Auch die Schwierigkeit, einen Praktikumsplatz auf See zu bekommen, spielt mit hinein. Früher hatten die grossen Reedereien eigene Schulschiffe, auf denen sie den Nachwuchs ausbildeten. Heute ist die Anzahl der Schiffe, die Auszubildende fördern, begrenzt.

Bei den Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist die Lage genau anders herum, erklärt Gammal: „Der Arbeitsmarkt ist unbegrenzt und skandinavische Seeleute haben gute Chancen, auch in anderen Teilen der Welt. Sich auf den Beruf des Schiffsmaschinisten oder Seemanns einzulassen, birgt derzeit keine Risiken in sich. Man muss keine Angst haben, arbeitslos zu sein - es sind eher die Reedereien, die Angst haben müssen keine Leute zu finden.”

Um die Lage zu entspannen, gibt es jetzt Pläne, einen Lastfrachter zum Schulschiff umzubauen. Auch ein entsprechendes Schiff ist schon ausgeguckt. Bis es aber zum Einsatz kommt und damit auch mehr Personal auf die Schiffe, dürfte es allerdings noch etwas dauern.

Agnes Bührig

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