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Schwedische Südpolexpedition

Publicerat fredag 5 januari 2007 kl 11.30

Im November 2007 macht sich eine schwedische Polarexpedition daran, den Südpol und sein Klima zu erforschen. Schon jetzt packen die Expeditionsteilnehmer, was sie während der eisigen Reise brauchen.

Karin Vinarve packt Metallkisten und Kartons mit Verpflegung für die schwedische Südpolexpedition in einen Container. Jeder Bissen muss mitgenommen werden, sogar Pfefferkuchen und skandinavische Marmelade aus Moltebeeren sind dabei.

Vinarve bereitet zwar ihre erste Südpolexpedition vor, aber ihrer Verantwortung für den Proviant ist sie sich sehr bewusst: „Aus Schweden nehmen wir hauptsächlich Trockenprodukte und Konserven mit. Frischeprodukte kaufen und laden wir erst später, vor allem in Südafrika.”

Schmale Spinde, dreistöckige Betten

Ausruhen müssen sich die Expeditionsteilnehmer während ihres monatelangen Forschungsauftrags natürlich auch. Das Innere ihrer Wohnräume sieht ungefähr so aus wie die Schlafwagenabteile der Eisenbahn. Dreistöckige Etagenbetten in einem Abteil, ein paar schmale Spinde in Holzimitation. Einschlägige Erfahrungen aus der Eisenbahn machen für den ungestörten Schlaf Ohrenpropfen empfehlenswert.

Ein leuchtend blaues Kettenfahrzeug von der Grösse eines LKW arbeitet sich betulich durch die weisse Winterlandschaft. An die Rückseite des Fahrerhauses ist ein grosser Behälter montiert, in dem Schnee und Eis während der Fahrt vom Wärmesystem des Fahrzeugs getaut werden.

Das Kettenfahrzeug ist speziell für die Aufgaben bei der Südpolexpedition entwickelt. „Besonders die Zugkraft ist einzigartig”, lobt Sören Bergkvist. „Das zieht rund 20 Tonnen Gewicht auf Schlitten hinter sich her! Das schaffen nur wenige Maschinen. Ein weiterer Vorteil: Die Eisspalten in der Antarktis sind ja bis zu drei Meter breit. Und dieses Schneefahrzeug ist so lang, dass es trotzdem über die Spalten hinwegfahren kann!”

3.000 Kilometer durchs Eis

Auch darauf, dass mitten im ewigen Eis etwas an dem Gefährt kaputtgehen kann, bereitet das Team sich vor, versichert Sören Bergkvist: „Dann reparieren wir. Wir haben Reserveteile mit. Dort ist ja keiner, der einem helfen kann. Man muss alles selbst machen. Wir brauchen schon einiges an Reserveteilen.”

Zweifellos, denn die Entfernungen, die die Forscher zurücklegen, sind enorm. Wenn die neun Wissenschaftler sich im November 2007 von der schwedischen Forschungsstation in der Antarktis auf den Weg zum Südpol machen, um irgendwo in der Eiswüste mit einer japanischen Expedition zusammenzutreffen, müssen sie 3.000 Kilometer zurücklegen. Per Holmlund ist schon sechs Mal zu Expeditionen in der Arktis und der Antarktis gewesen.

Erkenntnisse über das Klima gewinnen

Der Sinn dieser Reise ist, das Klima in den inneren Teilen des Kontinents zu erforschen, erläutert der Projektleiter: „Wir wollen mehr über die Beschaffenheit des Klimas erfahren. Mit unseren neuen Erkenntnissen können wir auch das Eis, das wir mit Bohrungen aus der Tiefe geholt haben, besser interpretieren. Und damit lässt sich das Klima dort hunderttausende von Jahren zurückverfolgen.”

Eingefrorene Seen unter der Eisdecke

Die Antarktis fasziniert den Professor für Gletscherforschung von der Universität Stockhom ganz offensichtlich: „Die Antarktis ist ja das grösste Inlandseis der Erde. Wir wollen wissen, ob sie wächst oder schrumpft. Vor allem natürlich, weil wir klimatische Veränderungen in der Zukunft erwarten.”

Holmlunds Spezialgebiet ist Klimaforschung. Ihn interessieren nicht nur die Dimensionen des Gebiets um den Südpol. Das Eis und die Landschaft darunter sollen auch erforscht werden, zum Beispiel die Seen, die vermutlich seit Millionen von Jahren durch die Eisoberfläche isoliert sind, erzählt er weiter: „Möglicherweise existiert in diesen Seen organisches Leben!”

”Wie ein platter Acker”

Im Februar 2008 müssen die Expeditionsteilnehmer wieder zurück auf ihrer Forschungsstation sein. Denn dann wird es richtig kalt, und Flugtransporte sind in dieser Region nicht mehr möglich. Dann sind die Wissenschaftler zweieinhalb Monate lang in ihren Kettenlastfahrzeugen durch eine platte eintönige Landschaft gefahren, in der die Temperaturen um minus 40 Grad Celsius liegen.

Das Gefühl vom ganz grossen Abenteuer habe man da nicht immer, versichert Per Holmlund: „Einige von uns haben solche Fahrten schon früher unternommen. Und ich muss sagen, manchmal ist das schon recht langweilig, mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde da lang zu fahren. Das ist ungefähr, als führe man tausende von Kilometern weit über einen platten Acker.”

Sybille Neveling

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