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Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs

Publicerat fredag 5 januari 2007 kl 11.56

Die Europäische Kommission hat den ersten Impfstoff zugelassen, der vor einer Krebserkrankung schützen soll. Eines der ersten Länder, die den Impfstoff zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs einführen, ist Schweden.

Jedes Jahr erhalten rund 30.000 schwedische Frauen eine beunruhigende Diagnose: Es geht um Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Entartete Zellen, die in einigen Fällen zu Krebs führen können. In vielen Fällen bleibt dann nur noch eine Operation. Oft trifft die Diagnose Frauen schon in sehr jungem Alter.

So auch Katinka Höglund, die sich nach einem Besorgnis erregenden Befund einer Operation unterziehen musste: „Es gibt Fälle, da entwickeln sich die Zellveränderungen zu Gebärmutterhals und diese Krebsart kann sich auf das Lympfsystem und andere Körperregionen ausbreiten. Das macht Angst vor der Diagnose, dass die festgestellte Zellveränderung bösartig ist und dass bei einer Operation nicht alles entfernt werden kann. In meinem Fall ist es gut gegangen,” sagt die junge Frau erleichtert.

Langfristige Vorbeugung

Vielen Frauen könnte eine solche Behandlung in Zukunft ersprat bleiben. Denn nun wird in Schweden ein Impfstoff zugelassen, der vor der Krankheit schützen soll. Für Dr. Sven-Eric Olsson, Chef der Frauenklinik im Danderyd-Krankenhaus in Stockholm bedeutet das Impfserum vor allem Hoffnung, Hoffnung darauf, eine ernstzunehmende Krankheit langfristig besiegen zu können.

„Es ist das erste Mal, das man einen Impfstoff entwickelt hat, der vor einer Krebserkrankung schützen kann. Und damit haben wir die Möglichkeit, das Ausbrechen einer schweren Krankheit zu verhindern, die für die Patientin sehr schwere Konsequenzen haben kann,” sagt Olsson.

Grünes Licht von der Arzneimittelbehörde

Die Zulassung des Impfstoffs ging verhältnismässig rasch. Nach nur sechs Jahren seit Beginn der Entwicklung des Serums gab die Arzneimittelbehörde in den USA grünes Licht und jetzt hat auch die Europäische Komission die Markteinführung des Krebs-Impfstoffes abgenickt.

Auch wenn viele von einer Impfung gegen Krebs sprechen, so schützt der Wirkstoff jedoch nicht vor der eigentlichen Tumorbildung. Vielmehr unterbindet man die Ansteckung mit verschiedenen Viren, die im Verdacht stehen, bösartige Zellveränderungen am Gebährmutterhals zu verursachen.

Infektionen mit den so genannten Papillom-Viren, kurz HPV-Viren, gehören in Schweden zu den meist verbreiteten Geschlechtskrankheiten. Neben dem Verdacht der Tumorbildung können bestimmte Papilom-Viren auch Candilome, also Genitalwarzen, hervorrufen. Eine zwar ungefährliche wenn auch unangenehme Hauterkrankung, die der neue Impfstoff ebenfalls vorbeugen soll.

Keine hundertprozentige Garantie

Doch eine hunderprozentige Garantie gibt es nicht, erklärt Dr. Olsson: „Die Impfung schützt vor vier unterschiedlichen Virustypen und damit ist man zu gut 70 Prozent gegen eine eventuelle Krebserkrankung geschützt. Jedoch gibt es einige Virustypen, die nicht im Impfschutz enthalten sind und daher ist es auch in Zukunft wichtig, dass Frauen regelmässig zur Krebsvorsorge gehen”, rät der Mediziner.

Denn viele Frauen haben nicht so viel Glück wie Katinka Höglund. Bei etwa 450 bis 500 schwedischen Frauen wird jährlich die Diagnose Gebärmutterhalskrebs ausgesprochen, etwa die Hälfte der Betroffenen stirbt an den Folgen der Krankheit. Und das trotz umfassender Behandlung.

Mit einer Operation allein ist es in vielen Fällen nicht getan, sagt Dr. Olsson: „Wenn man eine entsprechende Diagnose bekommt, dann bedeutet das eine Operation, gefolgt von einer Strahlentherapie oder Chemotherapie. Und obwohl die Behandlungsmethoden immer besser werden, gibt es eine Reihe von Nebenwirkungen.” Unfruchtbarkeit sei nur eine der negativen Effekte, betont der Frauenheilkundler.

Kostenlose Pflichtimpfung angedacht

Derzeit denkt man darüber nach, die Impfung als kostenlose Pflichtimpfung für Kinder einzuführen. Sowhol Jungen als auch Mädchen sollten geimpft werden, und das am besten, bevor sie sexuell aktiv werden. Das meinen die schwedischen Ärzte. Die Risiken einer Schutzimpfung für Kindern werden im allgemein sehr impffreudigen Schweden allerdings nicht diskutiert.

Ob und wann die Spritze gegen Gebärmutterhalskrebs jedoch als kostenfreie Schutzimpfung in Schweden eingeführt wird, hängt nun von den zuständigen Behörden ab. Und das kann erfahrungsgemäss mehrere Jahre dauern. Bis dahin bleibt es jedem selbst überlassen, sich für einen Selbstkostenbetrag von umgerechnet etwa 200 Euro bei seinem Hausarzt gegen Gebärmutterhalskrebs impfen zu lassen.

Birgit Ulrich

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