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Debatte um Parteivorsitz geht weiter

Publicerat onsdag 10 januari 2007 kl 15.33

Nach der Wahlniederlage im September hatte Göran Persson seinen Posten als Ministerpräsident räumen müssen. Noch am Wahlabend hatte er seinen sozialdemokratischen Parteigenossen mitgeteilt, dass er den Parteivorsitz niederlegen werde. Doch einen Nachfolger hatte der Patriarch nicht benannt. Seither suchen die Sozialdemokraten nach einem würdigen Ersatz für Persson. Doch die bisherigen Versuche, etwa Margot Wallström für den Posten zu begeistern sind fehlgeschlagen. Jetzt setzt die Partei auf Ex-Ministerin Mona Sahlin.

Langsam wird es Zeit, für die Sozialdemokraten, einen Ersatz für den ausgeschiedenen Parteipatriarchen Göran Persson zu finden. Denn seit mehreren Monaten klafft eine Lücke an der Parteispitze. Margot Wallström, Hauptfavoritin auf allen Ebenen, lehnte den Vorsitz bereits mehrfach ab – sowohl gegenüber den Medien als auch gegenüber der Findungskommission der Sozialdemokraten.

Doch auch die übrigen Wunschkandidatinnen Ulrica Messing und Carin Jämtin, beides ehemalige Kabinettsmitglieder, winkten das Angebot ab. Nun scheint nur noch eine Kandidatin wirklich in Frage zu kommen: Ex-Ministerin Mona Sahlin.

Kritik an Sahlin

Bisher hatten sich Parteimitglieder wie Gewerkschaftsfunktionäre skeptisch über einen Parteivorsitz Sahlins geäußert. Grund dazu gaben frühere Konflikte mit dem Gewerkschaftsverband LO.  Stefan Lövfen, Vorsitzender der Metaller-Gewerkschaft, findet die Skepsis übertrieben.

„Es kann nicht sein, dass eine Entscheidung von Dingen abhängig gemacht wird, die so lange zurückliegen. Wir haben heute ein gutes Verhältnis zu Mona Sahlin und daher finde ich es gut, dass man die Diskussion um Sahlin als Parteivorsitzende wieder aufnimmt. Denn unsere Einstellung unterscheidet sich schließlich von der anderer Gewerkschaften.“

LO gibt sich diplomatisch

Auch Wanja Lundby-Wedin, Vorsitzende von LO, nimmt Sahlin in Schutz. In der Gewerkschaftszeitung kritisierte sie das Verhalten ihrer Kollegen, „ hinauszugehen und zu sagen, wen sie nicht als Parteivorsitzende haben wollen,“ so Lundby-Wedin wörtlich. Gleichzeitig ließ Lundby-Wedin, selbst als mögliche Kandidatin gehandelt, wissen, LO werde sich nicht aktiv an der Nachfolgersuche beteiligen.

Unterdessen steigt auch in der eigenen Partei die Unterstützung für die einstige Sahlin. Mittlerweile hat sich der Großteil der kommunalen Parteiverwaltungen für einen Parteivorsitz der ehemaligen Ministerin ausgesprochen. Und auch der sozialdemokratische Nachwuchs sieht kein Argument, das gegen Mona Sahlin an der Spitze der Partei sprechen könnte.

Die Chancen für Mona Sahlin Mitte März auf dem Sonderparteitag zur neuen Parteivorsitzenden gewählt zu werden stehen also nicht schlecht. Zumal der Wunsch nach einer Frau an der Spitze der Partei deutlich geäußert wurde. Konkurrenz hat sie dennoch zu erwarten und zwar von ihren männlichen Kollegen. Neben Ex-Bildungsminister Thomas Östros ist auch der, ehemaliger Finanzminister und heimlicher Kronprinz Perssons, Pär Nuder, noch im Rennen.

Birgit Ulrich

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