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Orkan Per wütet in Schweden - 200 000 Menschen ohne Strom

Publicerat måndag 15 januari 2007 kl 15.55
Von Orkan Per gefällter Baum

Am Wochenende ist über Schweden erneut ein Orkan hinweg gezogen und hat verheerende Schäden angerichtet. Bäume sind umgestürzt, haben Straßen und Zugtrassen blockiert. Drei Menschen starben am Sonntag aufgrund umgestürzter Bäume. Während viele Straßen und Bahntrassen bereits am Morgen wieder befahrbar waren, bereitete den Aufräumhelfern vor allem eines Sorge, die beschädigten Strommasten. Am Sonntagabend waren mehrer 100 000 Menschen ohne Strom. Nicht zum ersten Mal in diesem Winter ist das Stromnetz aufgrund von Unwettern zusammengebrochen.

Die Regierung hat nun ein Krisenteam gebildet, das sich mit den Sturmschäden befasst und über künftige vorbeugende Maßnahmen berät. Die Hauptaufgabe der Instanz liegt in der Koordination der einzelnen Krisendienste, sagt Pressebeauftragter Erik Löfgren:

„Die Hauptaufgabe des Krisenbereitschaftsdienstes ist es, die Regierung über die momentane Situation im Land zu informieren. Wir sind so zusagen die Zentrale für rund 30 Behörden, die sich landesweit mit Krisenbewältigung beschäftigen. Wir versuchen die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen zu verbessern - sowohl vorbeugend als auch in, beziehungsweise nach akuten Katastrophensituationen,” sagt Löfgren.

Die Informationspflicht der Bürger jedoch, die liege in erster Linie bei den jeweiligen Behörden und Unternehmen. ”Im Falles des Sturm bedingten Stromausfalles,” so Löfgren, ”ist es die Aufgabe der Stromanbieter ihre Kunden zu informieren.“

200 000 Schweden ohne Strom

Seit Sonntag warten nun mehr rund 200 000 Menschen in Süd- und Westschweden darauf, dass die Schäden an den Stromleitungen wieder in Ordnung gebracht werden.  Bis zu einer Woche können die Reparaturarbeiten in Anspruchnehmen, hieß es seitens der Stromversorger. Die Türen vieler städtischer Einrichtungen und Schulen blieben den Montag über geschlossen.

Sturmtief  Per ist bereits der zweite heftige Orkan, der innerhalb weniger Wochen über Schwedens Westen hereingebrochen ist. Erst im Dezember hatte ein Orkan dort gewütet, Bäume entwurzelt, für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt. Mehrere Tage lang waren Tausende Haushalte daraufhin ohne Strom. 

Stromanbieter in der Kritik

Nun geraten die Stromversorger in die Kritik. Das schwedische Elektrizitätsnetz sei zu empfindlich. Deshalb wolle man nun die Leitungen unter die Erde legen, sagt Johan Aspgren, Pressechef von EON:

„Wir sind dabei 17000 Kilometer Stromleitung unterirdisch zu verlegen. Das entspricht etwa der Strecke von Malmö nach Buenos Aires und zurück. Das wird etwa die nächsten vier Jahre dauern und uns rund 1,3 Milliarden Euro kosten.“

Schäden geringer als nach Gudrun

Noch am Montag waren hunderte Rettungsmänner im Einsatz, um umgestürzte Bäume von Straßen und Schienen zu entfernen. Nicht zuletzt waren die zu warmen Temperaturen und die dadurch bedingten starken Regenfälle Ursache der verheerenden Schäden. Die Bäume stehen lose in dem aufgeweichten Erdreich. Bereits mittlere Windstärken reichen aus, um ganze Waldstriche zu entwurzeln. Dennoch ist der Schaden längst nicht so groß wie bei dem Jahrhundertsturm Gudrun im Jahr 2005.

„Die meisten Bäume sind bereits vor zwei Jahren umgeblasen worden,“ sagt ein Waldarbeiter. Und jetzt seien einfach nicht mehr so viele Bäume übrig.

Damals hatte das Sturmtief Gudrun rund 75 Millionen Kubikmeter Wald zerstört und den bis dato größten Stromausfall verursacht. Über 65 000 Menschen waren im Januar 2005 ohne Strom, mehrere Wochen hatte es gedauert, bis alle betroffenen Haushalte wieder an das Elektrizitätsnetz angeschlossen waren.  

Birgit Ulrich.

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