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Besserer Schutz vor Gewalttätern

Publicerat tisdag 16 januari 2007 kl 14.01
Sozialministerin Maria Larsson

Misshandelte Frauen und ihre Kinder sollen künftig angemessen betreut werden, verspricht die bürgerliche Regierung. Dazu sollen in jeder Kommune Mindeststandards eingeführt werden. Bislang hängt es in der Praxis vom Wohnort ab, ob und wieviel Unterstützung Betroffene in extremen Krisensituationen vom Staat erhalten.

„Maria“, die in Wirklichkeit anders heißt, ist eine von rund 30.000 Frauen, die jährlich in einem Frauenhaus Zuflucht suchen. Neben einer Notunterkunft für „Maria“ und ihre Kinder sorgte das Frauenhaus dafür, dass die Trennung von ihrem gewalttätigen Partner schnell durchgeführt wurde:

„Fast zwei Jahre lang stand ich täglich in Kontakt mit dem Frauenhaus. Die haben mir dabei geholfen, mein Leben wieder in den Griff zu kriegen – mit Gerichtsprozessen, Anhörungen und so weiter. Ohne die hätte ich das nicht geschafft.“

Behörden oft überfordert 

Glück für „Maria“, dass es in ihrer Stadt ein Frauenhaus gab. Doch für viele andere geschlagene und verfolgte Frauen sieht es in der Praxis düster aus. Denn nur in jeder zweiten schwedischen Kommune gibt es Frauenhäuser. Dort, wo es keine solche Notunterkunft gibt, sind die Sozialbehörden oftmals überfordert im Umgang mit betroffenen Frauen. Das soll sich bald ändern, kündigt nun Sozialministerin Maria Larsson von der Christdemokratischen Partei an. Jede Frau werde in Zukunft die Unterstützung vom Staat erhalten, die ihr zusteht:

„Sie soll von ihrer Kommune eine klare und strukturierte Hilfestellung bekommen. Die Kommune muss einer Hilfe suchenden Frau einen geschützten Wohnplatz anbieten. Wir werden die finanziellen Voraussetzungen schaffen, dass die Regionalverwaltungen den Schutz der Frauen verbessern.“

Angebote landesweit vernetzen 

Um dies zu gewährleisten, sollen die Dienste der ideellen Frauenhausorganisation, ROKS, demnächst mit den staatlichen Angeboten det Kommunen vernetzt werden. Wer akute Hilfe sucht, der soll sie in Zukunft auch unkompliziert erhalten – an Ort und Stelle. Bedarf ist reichlich vorhanden. Im vermeintlichen Musterland der Gleichberechtigung erstatten immer mehr Frauen Anzeige gegen ihren gewalttätigen Partner. Lina Ploug ist Vorsitzende des Landesverbands der Frauenhäuser. Die Pläne der Regierung, Hilfsangebote für betroffene Frauen zu koordinieren, bewertet Ploug vorsichtig optimistisch:

„Das lässt sich noch nicht absehen. Ich hoffe aber, dass Betroffene, die sich an Frauenhäuser oder Sozialdienste wenden, künftig ein breiteres Angebot erhalten als heute. Deswegen geht der Gesetzesvorschlag auf jeden Fall in die richtige Richtung.“

Doch im Grunde müsste bereits ein ausreichendes Angebot an Sozialeinrichtungen bestehen. Laut einem Gesetz der sozialdemokratischen Vorgängerregierung trägt jede Kommune selbst dafür die Verantwortung – bislang mit mäßigem Erfolg. Ob das neue Gesetz der bürgerlichen Regierung eine Verbesserung bringt, bleibt abzuwarten.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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