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Pipeline führt zu mehr militärischer Präsenz

Publicerat onsdag 17 januari 2007 kl 12.17

Die geplante deutsch-russische Erdgaspipeline durch die Ostsee führt zu immer mehr Sorgenfalten – vor allem in den Gesichtern der schwedischen Verteidigungsexperten. Während die Streitkräfte die neue Lage zu analysieren versuchen, kommt jetzt die Nachricht, dass bereits mit den vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Pipeline begonnen wurde.

Die geplante Pipeline vom russischen Wiborg nach Greifswald, vorbei an der schwedischen Ostseeinsel Gotland und durch die schwedische Wirtschaftszone, zeichnet eine neue strategische Karte im Ostseeraum. Die Trasse führt durch Interessensphären alter und neuer Nato-Länder sowie auch dem bündnisfreien Schweden. Im Stockholmer Hauptquartier der Streitkräfte ist man besorgt, dass die Pipeline einen ähnlichen Effekt haben könnte wie die Route der Öltanker durch den Persischen Golf.

Während sich die Strategen über mögliche Auswirkungen Gedanken machen, kommt die Nachricht vom deutsch-russischen Konsortium Nordstream, dass mit den Vorbereitungsarbeiten jetzt begonnen wurde.  So wurden unter anderem Sensoren auf dem Boden der Ostsee ausgebracht – auch innerhalb der schwedischen Wirtschaftszone. Dies bestätigt Oberst Stefan Gustafsson,  Leiter der strategischen Analyse im Hauptquartier der Streitkräfte: „Das sind Messstationen entlang der geplanten Strecke. Sie sind Teil des Projektes, wo die Voraussetzungen und die Beschaffenheit des Meeresbodens geprüft werden sollen.“

Spionage von der Pumpstation befürchtet

Allein der Bau der Pipeline beschäftigt die Strategen. Wenn sie dann in Betrieb ist, ergeben sich weitere Szenarien. So wird in Stockholm befürchtet, dass die russischen Streitkräfte auf einer eventuellen Pumpstation nahe der Ostseeinsel Gotland Spionageanlagen zum Abhören des schwedischen Funk- und Telefonverkehrs etablieren. Russland hat bereits angedeutet, dass die Flotte die Pipeline bewachen werde. Das zwingt die schwedische Seite zu Maßnahmen, so Oberst Gustafsson: “Wir müssen unsere Präsenz dort draußen erhöhen. Zusammen mit anderen Behörden müssen wir sicherstellen, dass unsere territoriale Integrität nicht verletzt wird. Diese Überwachungspatroullien werden in dem Maße zunehmen, wie sie bei anderen Akteuren zunehmen.“

Es deutet sich also ein Rüstungswettlauf auf der Ostsee an. Bereits jetzt wurde die Küstenwache angewiesen, ihre Präsenz in den betroffenen Gebieten zu erhöhen, wenn auch mit unbewaffneten Booten.  Doch der Oberbefehlshaber der schwedischen Streitkräfte, Håkan Syrén, hat bereits angekündigt, dass die Flotte über genügend Fahrzeuge wie U-Boote und Kriegsschiffe verfüge, um sich ein genaueres Bild darüber zu verschaffen, was in der Ostsee vor sich geht.

Dieter Weiand

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