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Sahlin in der Kritik

Publicerat fredag 19 januari 2007 kl 16.24
Derzeit im Fokus: Mona Sahlin

Mona Sahlin wird in zwei Monaten zur neuen Vorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt wird, das scheint so gut wie sicher zu sein, d.h. wenn sich nicht noch ein Vergehen aus der Vergangenheit der Sozialdemkratin aufspüren lässt. Schon vor zwölf Jahren war Sahlin fast so weit wie heute: Sie war designierte Parteichefin. Buchstäblich auf der Zielgeraden stürzte sie.

Wer früher in Schweden Mitglied des Gewerkschaft-Dachverbandes LO wurde, war damit gleichzeitig auch Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Diese enge Verzahnung von Gewerkschaften und Sozialdemokratie, die in den letzten Jahrzehnten meist die Regierung stellte, ist zwar inzwischen abgeschafft. Doch die Mitgliedschaft in einer Arbeitnehmervertretung erwartet die Partei von ihren höchsten Repräsentanten immer noch. Und so musste sich Mona Sahlin am Freitag dafür rechtfertigen, dass sie jahrelang nicht gewerkschaftlich organisiert war und erst im Herbst wieder Gewerkschaftsmitglied wurde. Sie selbst führte das auf unbezahlte Mitgliedsbeiträge und den Faktor zurück, dass sie zwischenzeitlich ein Unternehmen gegründete hatte. Doch ihr Verhältnis zu den Gewerkschaften hat sich ohnehin stets recht schwierig gestaltet. Das soll nun besser werden, verspricht Sahlin und geht mit dem Thema Arbeitsmarktpolitik auf die Genossen zu. An erster Stelle steht allerdings ein anderes Thema:

”Die Klimafrage muss das große Thema der Sozialdemokraten in der Zukunft werden. Davon hängt alles ab: Die Energiegewinnung, wie wir wohnen, wie wir leben, reisen und produzieren. Das zweite wichtige Thema ist die Arbeitslosigkeit. Wir müssen diejenigen unterstützen, die es am meisten nötig haben. Und drittens geht es mir um die Spaltung der Gesellschaft zu stoppen, zwischen Stadt und Land, Frauen und Männern, Einwanderern und ethnischen Schweden.“ 

Auch beim Thema Gleichstellung will Mona Sahlin der Partei ihren Stempel aufdrücken. In Deutschland hat Angela Merkel vorgemacht, wie das gehen kann.

„Wenn ich die erste weibliche Vorsitzende der Partei werde, ist das eine gute Basis, um zu zeigen, dass wir Frauen auch dazu in der Lage sind, auch in der Sozialdemokratie. Und wenn ich gewählt werde, hoffe ich zeigen zu können, wie ich als Frau bestimmte Themen präge, egal, ob es um Lohnunterschiede, Gewalt gegen Frauen oder um den so genannten Ehrenmord geht, der so viele Frauen betrifft. Lassen Sie mich im März darauf zurückkommen, wenn ich gewählt werde.“

Der Parteitag der Sozialdemkraten, auf dem Sahlin voraussichtlich zur neuen Vorsitzenden gewählt werden wird, beginnt am 17. März. Wir dürfen gespannt sein.  

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