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Immer noch Gewalt im Namen der Ehre

Publicerat måndag 22 januari 2007 kl 13.21

Das Schicksal von Fadime hat vor fünf  Jahren die Schweden stark beschäftigt. Fünf Jahre nach dem Mord an der jungen Kurdin durch die eigene Familie aus Gründen der so genannten Familienehre, wurde wieder Fadime gedacht. Doch an der Situation junger Einwandererfrauen, die aus dem traditionellen Lebensstil ausbrechen wollen, hat sich nicht viel geändert, meinen Betroffene. Die schwedische Gesellschaft biete immer noch zu wenig Schutz. 

Am 21. Januar 2001 wurde Fadime von ihrem eigenen Vater erschossen. Seiner Auffassung nach habe sie die Ehre ihrer kurdischen Familie besudelt, weil sie einen schwedischen Freund hatte. Zuvor hatte Fadime auf ihre Situation aufmerksam gemacht und im Reichstag über die Gewalt in den Familien und das erzwungene Doppelleben von jungen Einwandererfrauen gesprochen. Der Bekanntheitsgrad damals war wohl auch ein Grund dafür, dass die Bestürzung über Fadime Sahindals Tod umso größer war.

Jetzt – fünf Jahre nach ihrem Tod – wurden erneut Gedenkveranstaltungen und Manifestationen abgehalten. Auch am Grab von Fadime in Uppsala hatten sich die Menschen versammelt. Unter ihnen ihr Anwalt Leif Ericsson. Er betreut weiterhin Fälle, bei denen Frauen im Namen der Familienehre bedroht werden und sagt, dass sich eigentlich nicht viel verändert habe: „Von einem Rückgang der Gewalt habe ich nichts bemerkt. Ich habe ständig neue Fälle, wenn auch nicht so Aufsehen erregend wie Fadimes. Vielleicht wird es ja in der Zukunft weniger. Aber bisher geht es einfach so weiter.“

Behörden machen Fehler

Derweil gibt es Kundgebungen und Manifestationen – wie damals vor fünf Jahren, wenngleich mit weniger Teilnehmern. Damals hatte die Regierung angekündigt, dass die Gesellschaft diese jungen Frauen nicht im Stich lassen könne. Doch im Laufe der Jahre mussten Politiker und Behördenvertreter erkennen, dass es schwierig ist, in die familiären Strukturen einzudringen. Dies räumt auch Justizministerin Beatrice Ask ein: „Die Behörden machen bei ihrer Arbeit viele Fehler. So suchen junge Frauen Kontakt und bitten um Hilfe und die Behörden schalten dann ausgerechnet diese Familien ein. Wir brauchen hier einfach eine bessere Kenntnis über die Möglichkeiten bei diesem Problem. Wir müssen da noch viel verbessern.“ 

Ihre Kabinettskollegin Nyamko Sabuni geht noch einen Schritt weiter. Die Ministerin für Gleichstellungs- und Einwanderungsfragen will prüfen was bisher gemacht wurde. Zwischen 2003 und 2007 hat die Regierung umgerechnet rund 20 Millionen Euro für den Kampf gegen die Gewalt im Namen der Ehre ausgegeben. Sabuni möchte wissen, wofür dieses Geld ausgegeben wurde. Es gebe viele Projekte, doch was sie konkret gebracht haben, wurde nicht erfasst, so Sabuni. Sie wird sich weiter in Geduld üben müssen. Eine Kontrolle der Projekte mit einem Abschlussbericht wird nicht in diesem Jahr fertig werden.

Dieter Weiand

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