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Åre finanziert Ski-WM ohne staatliche Hilfe

Publicerat måndag 29 januari 2007 kl 16.15

Am 02. Februar 2007 beginnt die Alpine Ski-Weltmeisterschaft in Åre. Zwei Wochen lang wird der kleine nordschwedische Ort im Rampenlicht des internationalen Sports stehen. Dass die Ski-WM nicht nur sportlich, sondern auch finanziell ein Erfolg wird, daran zweifelt dort niemand. Dennoch hätte Åre sich mehr Unterstützung durch den Staat gewünscht.

Vor genau 30 Jahren, 1977, kannte der schwedische Jubel in Åre keine Grenzen. Die damalige Skilegende Ingemar Stenmark holte für das Gastgeberland die Goldmedaille beim Weltcupfinale. Und die letzte Ski-WM liegt sogar noch länger zurück – das war 1954. Doch nun blickt ganz Schweden auf den 02. Februar 2007, wenn König Carl Gustaf die Alpine Ski-WM in Åre offiziell eröffnen wird.

Die sportlichen Erwartungen in der 1.000-Einwohner-Stadt an das Sportspektakel sind hoch. Und auch die Wirtschaft in der gesamten Region Jämtland hofft auf positive Impulse, die von der Veranstaltung ausgehen sollen. Für die Vorfinanzierung sorgte ein eigens für die WM  gegründetes Privatunternehmen. Die Wohnungsmaklerin Lena Sandström ist eine von rund 150 Teilhabern: „Wir Unternehmer hier haben die so genannte ‚Åre-Gruppe’ gegründet. Dank der WM bekommen wir immer mehr Mitglieder.“

Budget privat aufgebracht 
Auf umgerechnet 46 Millionen Euro beläuft sich das Budget der Ski-WM. Jede einzelne Krone wurde aus privater Hand beigesteuert - kein leichtes Unterfangen angesichts von mindestens 75.000 Gästen aus insgesamt 62 Teilnehmernationen. Gut 70 Hotels, darunter etliche Neubauten, warten auf die WM-Besucher. Dass sich der Staat an den Investitionskosten für Åre nicht beteiligt, sei weder für die WM-Organisatoren noch für die ausländischen Gäste nachvollziehbar, beklagt sich Lasse Lindqvist, der Chef der Åre-Gruppe: „Darüber runzelt man international die Stirn. Schließlich weiß man, welche langfristigen Vorteile ein solches Großereignis mit sich bringt. Da nimmt man anfängliche Mehrkosten doch eigentlich gerne auf sich.“

Die sozialdemokratische Vorgängerregierung wollte den Steuerzahler jedoch mit einem sportlichen Großereignis wie der Ski-WM von Åre nicht belasten. Entsprechend mussten die Organisatoren ein ausgeklügeltes Marketingkonzept mit Sponsoring und begleitenden Kulturprogrammen entwickeln. Doch der neue bürgerliche Ministerpräsident hatte bereits in seiner Antrittsrede die Bedeutung internationaler Sportereignisse auf schwedischem Boden hervorgehoben.

Olympia 2018 im Blick
Da käme eine Bewerbung Åres um die Austragung der Olympischen Winterspiele gerade recht. Entsprechend überschwänglich äußerte sich Kulturministerin Lena Adelsohn Liljeroth, als sie in der Ski-WM-Stadt eintraf: „Åre wäre ein ausgezeichneter Ort für die Olympischen Spiele. Ich selbst werde die Ehre haben, die Medaillen im Super-G zu überreichen. Hoffentlich wird das Wetter mitspielen. Aber, wie gesagt - die gesamte Regierung steht weiteren sportlichen Großereignissen in Schweden positiv gegenüber. Auch kulturellen Veranstaltungen, versteht sich. Wir wollen gute Gastgeber sein. Dadurch wird das Leben einfach schöner.“

Inwieweit die jetzige Regierung bereit ist, eine Olympiabewerbung nicht nur moralisch, sondern auch finanziell zu unterstützen, steht noch nicht fest. Sollte es Åre aber gelingen, eine perfekte Ski-WM durchzuführen, wäre dies sicherlich eine glanzvolle Visitenkarte für künftige Großveranstaltungen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

29.1.2007

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