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Opposition übt Kritik an Kernkraftindustrie

Publicerat tisdag 30 januari 2007 kl 14.50
Zu viele Sicherheitsmängel in Forsmark

Nach dem Stromausfall Ende Juli im Atomkraftwerk Forsmark hätte der Kernreaktor schneller abgeschaltet werden müssen. Das hat nun die Atomsicherheitsbehörde bestätigt. Doch der Vorfall vom Sommer ist nur die Spitze einer Ansammlung von Sicherheitsmängeln.  Denn ein bisher geheim gehaltener, interner Bericht listet eine Vielzahl von Problemen auf, die auf eine marode Sicherheitsstruktur des Atommeilers schließen lassen. Anlass für die Umweltpartei Kritik an der schwedischen Atomindustrie zu üben.

Erstmals nach dem schweren Störfall im Atomkraftwerk Forsmark hat die Werksleitung  Sicherheitsmängel eingeräumt. Ein interner Bericht legt offen, dass das Personal die Sicherheitsvorschriften nicht ernst genug genommen hat und ganz einfach geschlampt wurde. Einige der Mitarbeiter hätten bei der Arbeit Alkohol getrunken, Arbeitsunfälle hätten sich gehäuft, die zum Teil lebensbedrohlich gewesen seien, hieß es in dem Bericht.

Nur einer von vielen Berichten

Erstaunlich jedoch ist, dass der interne Mängelkatalog erst jetzt an die Öffentlichkeit kommt. Denn der Bericht war bereits im Oktober 2006 erstellt worden. Göran Lundgren, Chef von Vattenfall Norden und Unternehmenssprecher von Forsmark will bis vor einigen Tagen jedoch nichts von der Existenz des Papiers gewusst haben. Schließlich sei es nur einer von vielen Berichten, die täglich auf  seinem Schreibtisch landen, sagte er gegenüber dem schwedischen Fernsehen.

Opposition stützt SKI-Beschluss

Der interne Bericht über die Schlampereien in Forsmark hätte angesichts der Vorgeschichte jedoch oberste Priorität haben müssen. Zeit für die Atomschutzbehörde SKI zu handeln. Sie hat den Fall Forsmark nun zur Anzeige gebracht. In den nächsten Woche soll sich der Verteidigungsausschuss der Regierung mit dem atomaren Problemfall befassen. Eine Maßnahme, die Grünensprecherin Maria Wetterstrand begrüßt:

„Regeln und Vorschriften sind schön und gut. Das Problem ist nur, dass sie nicht eingehalten werden. Und man kann die Vorfälle im Sommer durch aus als Gesetzesbruch bezeichnen und deshalb wurden die Verantwortlichen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.“

Kritik an Kernkraftindustrie

Der Fall Forsmark hat weite Kreise gezogen. Das Unglück ging als der „schlimmste atomare Störfall seit Harrisburg“ weltweit durch die Medien.

Für die bürgerliche Regierung ist nun Schadensbegrenzung angesagt. Denn schließlich hat Schwedens saubere Kernkraftindustrie einen Ruf zu verlieren. Zu Recht, meint Oppositionssprecherin Wetterstrand:

„In der schwedischen Kernkraftindustrie hat man sich eine gewisse Arroganz angewöhnt, wenn es um Sicherheitsrisiken geht. Man hat sich über so viele Jahre hinweg eingeredet, dass es keine Probleme, keine Risiken gibt, und so nimmt man sie einfach nicht ernst. Und das zeigt sich auch in diesem Bericht: Die verantwortlichen machen keine konkreten Angaben gegenüber der Sicherheitsbehörde SKI, darüber, wie man einen Störfall vielleicht hätte verhindern können. Sie ziehen keine Lehren aus bereits geschehenen Unglücken.“

Reaktorprobleme in Ringhals

Hätten die Verantwortlichen das getan, so Wetterstrand, dann hätte der milliardenteure Vorfall vom Sommer verhindert werden können. Eine unverantwortliche Haltung, die die Oppositionspolitikerin auch den übrigen Kernkraftbetreiber vorwirft.

Und anscheinend hat sie damit nicht ganz Unrecht. Denn bereits am Montag bahnte sich der nächste Reaktorsorgenfall an. Wegen eines bisher nicht benannten Problems musste am Montag wieder ein Atommeiler vom Netz genommen werden. Diesmal im Kernkraftwerk Ringhals.

Birgit Ulrich

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