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Umweltschutzverbände nehmen Regierung in die Pflicht

Publicerat torsdag 1 februari 2007 kl 13.49

Am Freitag präsentieren die Vereinten Nationen den vierten Weltklimabericht. Einige der wesentlichen Inhalte sind bereits bekannt. Demnach verändert sich das Klima dramatisch. In Schweden wird derweil über Versäumnisse diskutiert. Die Umweltschutzverbände werfen der Regierung vor, das Thema vernachlässigt zu haben.

Die Zahlen des Weltklimaberichtes sprechen eine deutliche Sprache. Die Durchschnittstemperatur auf unserem Planeten wir in den nächsten Jahren um 2 bis 4 Grad Celsius steigen - in den nächsten 100 Jahren um nochmals bis zu 6 Grad. Das hat gravierende Konsequenzen für unsere Umgebung. So werden langfristig etwa 90 Prozent des Schnees in Europa verschwinden.

Der Verursacher ist auch ausgemacht, der Mensch und der ungehinderte Ausstoß von Treibhausgasen. Schweden hat sich bisher immer gern als Vorreiter einer konsequenten Umweltpolitik gesehen. Doch jetzt melden sich die Umweltschutzverbände zu Wort. Svante Axelsson vom Naturschutzverband geht es in Schweden viel zu langsam mit dem Umweltschutz: „Das muss alles viel schneller gehen. Man diskutiert mit Wissenschaftlern, erstellt Studien und beruft Kommissionen. Das ist sicherlich gut, aber wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir wissen doch, was wir tun müssen und welche Ziele es gibt. Die Regierung muss jetzt Gas geben. Die Menschen sind doch frustriert, wenn sie nichts dazu beitragen können.“

Zuversichtlicher Umweltminister

In der vorigen Regierung hatte noch die Umweltpartei als stiller Partner der Sozialdemokraten dafür gesorgt, dass das Thema Umwelt nicht vernachlässigt wurde. In der jetzigen bürgerlichen Regierungsallianz muss sich das Zentrum als Umweltgewissen gegenüber den Konservativen, Liberalen und Christdemokraten durchsetzen. Angesichts der Machtverhältnisse kein leichtes Unterfangen. Dennoch glaubt Umweltminister Andreas Carlgren von der Zentrumspartei, dass die Regierung auf dem richtigen Weg sei: „Ich finde wir müssen sogar noch weiter gehen als dies der Naturschutzverband sagt. Wir müssen die ganze Gesellschaft in die Arbeit für die Umwelt einbeziehen. Das versuchen wir ja bereits. Wir haben beispielsweise die Wirtschaft mit ins Boot geholt. Wir müssen die Unternehmen mobilisieren. Deshalb gibt es ja die Kommission für eine nachhaltige Entwicklung.“

Neben der Wirtschaft hofft Carlgren auch auf die Europäische Union. Schweden setze sich in Brüssel dafür ein, dass von dort strenge Anforderungen an alle EU-Mitgliedsländer erlassen werden. Nur auf diese Weise könne der Ausstoß von Treibhausgasen wirksam verringert werden. Doch Axelsson vom Naturschutzverband findet, dass die Regierung mehr tun müsse: ”Die EU engagiert sich jetzt mehr und es gibt einige Vorreiter und Schweden hat dabei eine gute Rolle gespielt. Aber jetzt hat die Regierung wenig Konkretes zu bieten. Die Koalition ist nicht einig. Deswegen ist sie auch so schlecht vorbereitet. Die Umweltfrage hat einfach keinen Vorrang.“

Das Thema Umwelt hatte im Wahlkampf in der Tat keine tragende Rolle gespielt. Die bürgerliche Allianz hatte angekündigt, den Kauf von Umweltautos zu subventionieren. Doch dieses Projekt ist noch nicht in die Praxis umgesetzt worden. Gleichzeitig belegen die Statistiken, dass bereits im vergangenen Jahr die Neuzulassungen von Umweltautos stagniert haben. Der hohe Ethanolpreis führt außerdem dazu, dass viele ihre Ethanolautos mit gewöhnlichem Benzin fahren. So profitieren viele zwar von der Steuererleichterung für ein Umweltauto, tun aber dann wenig für die Verringerung von Treibhausgasen, weil sie gewöhnlichen Treibstoff tanken.

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