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Bonus zur Gleichberechtigung

Publicerat torsdag 1 februari 2007 kl 14.48

Viele Eltern von kleinen Kindern warten ungeduldig darauf, dass die Regierung ihr Wahlversprechen einlöst und den so genannten „Gleichstellungsbonus“ einführt. Nach einer Meinungsumfrage glauben 40 Prozent der befragten Eltern, damit würde die Verteilung des Elternurlaubs beeinflusst.

Trotz verschiedener Maßnahmen ist die Verteilung beim Elternurlaub in Schweden immer noch die klassische: Mutti bleibt ganz oder zumindest länger mit den Kindern zu Hause als Vati.

Experten versichern, dass diese Tatsache vor allem auf das Vergütungssystem zurückzuführen ist. Berufstätige erhalten im Elternurlaub 80 Prozent ihres Gehalts. Weil Männer auch in Schweden  meist mehr verdienen als Frauen, wird der 20-prozentige Verdienstausfall für die Haushaltskasse also weniger spürbar, wenn die Mutter die Kinder betreut.

Um das zu ändern, versprachen die vier bürgerlichen Parteien vor den Wahlen einen „Gleichstellungsbonus“.

Lange erwünscht
Naturgemäß ist das Interesse besonders bei Familien mit kleinen Kindern groß: „So eine Maßnahme brauchen wir wirklich, damit die Väter mehr zu Hause bleiben“, sagt Anna Maria Nordgren. Sie sitzt daheim am Küchentisch und hält ihre Jüngste auf dem Schoss. „Ich verdien’ ja weniger, so wie das eben üblich ist. Und ich hab auch zwei Drittel des Elternurlaubs genommen. Aber wir hätten gleicher geteilt, wenn das finanziell möglich gewesen wäre.“

Der „Gleichstellungsbonus“ bedeutet, dass der Elternteil, der am wenigsten verdient, in Zukunft weniger Steuern zu bezahlen braucht, wenn der Mehrverdiener Erziehungsurlaub nimmt. Nach einer Umfrage sind 80 Prozent der Befragten für eine solche Lösung.

Regierung gespalten
Aber trotz Wahlversprechen sind die Koalitionsparteien sich in der Durchführung des „Gleichstellungsbonuses“ nicht einig. Während Christdemokraten und Liberale auf eine schnelle Durchführung drängen, wollen die Konservativen erst ein ganzes Familienpaket schnüren: Gleichstellungsbonus, Erziehungsgeld,  kommunale Zuschüsse plus Förderung der Lernleistung in der Vorschule. Wann dies alles erreicht werden kann ist allerdings unklar. Finanzminister Anders Borg: „Diese vier verschiedene Komponenten wollen wir gleichzeitig einführen, damit sie besser greifen. Sie sollen der Frau eine stärkere Rolle im Berufsleben gestatten und gleichzeitig die Entwicklung des Familienleben positiv beeinflussen.“

Trotz aller Wahlversprechen sieht es also ganz so aus, als müssten die schwedischen Familien noch weiter auf den „Gleichstellungsbonus“ warten.

Sybille Neveling

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