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Schwedische Botschaft in "Second Life"

Publicerat fredag 2 februari 2007 kl 11.49

Wie wäre es, wenn Sie sich selbst einen Namen aussuchen könnten? Selbst wählen könnten, wie Sie aussehen, wie Sie wohnen, was Sie tun um Ihren Lebensunterhalt zu verdienen? Wenn Sie neben ihrem normalen Leben ein zweites führen könnten? Im Internet ist es bereits möglich. Auf der Plattform ”Second Life” basteln mittlerweile drei Millionen digitale Personen an einer parallelen Welt. Und Schweden mischt auch mit.

Aus verschiedenen Charakteren wählt man einen Prototypen aus, den man dann im Laufe des Spiels weiterentwickeln und verändern kann - zu seinem ganz individuellen Cyber-Self. Hinter jeder animierten Pixel-Gestalten verbirgt sich jedoch ein wirklicher Mensch: wie etwa Second-Life-Anhänger Susann Hugosson, die als Misses Nusomy ihr digitales Doppelleben führt: „Man bewegt sich in einer grenzenlosen Welt, die sich unendlich ausbauen lässt. Je mehr Menschen dort hinkommen, desto größer wird sie.”

Jung, gebildet, erfolgreich

Es sind laut Marktanalysen vor allem junge technik-orientierte, oft sehr gebildete und vor allem wissensdurstige Personen, die sich eine zweite Identität im Internetspiel des Lebens schaffen - sprich genau die Klientel, die das schwedischen Kulturinstitut Svenska Institutet ansprechen möchte.

Deshalb hat sich Olle Wästberg, Generaldirektor des Kulturinstitutes, auf den Weg in die Online-Welt gemacht. Mit dem Login wird er zu Olle Ivory, dem virtuellen Botschafter von Schweden: „Mir geht es nicht darum, selbst dort zu sein. Für mich ist Second Life eine Art Kanal, über den man Informationen über Schweden verbreiten kann.”

Und dazu brauchen die Cyber-Menschen natürlich eine Anlaufstelle in ihrer eigenen Welt: Eine virtuelle Botschaft. House of Sweden soll die erste virtuelle Landesvertretung heißen. Die Online-Botschaft soll genauso funktionieren, wie etwa die in Washington oder Berlin oder Moskau. „Dort kann man alle Informationen abrufen, die auch auf der offiziellen Website des Landes, also auf insgesamt 45 000 Internetseiten, zu finden sind. Sowohl Informationen über Schweden, als auch, wie man dort hinkommt, was für ein Visum man braucht, alles eben, was man braucht”, erzählt Olle Wästberg.

Virtuelle Einnahmen steuerpflichtig

Sogar animierte Cyber-Botschafter und Personal soll es geben, das auf die Fragen der Besucher antwortet - wie in einer richtigen Botschaft eben. Die Datenwelt funktioniert also als kommunikative Schnittstelle. Schließlich wolle man ja die tatsächlichen Menschen auf der anderen Seite des Computers erreichen, meint Wästberg.

Doch ganz ohne die reale Welt geht es auch im Second-Life-Datenkosmos nicht. Denn, wer seine selbst erschaffene Persönlichkeit entfalten möchte und in Luxus und Verschwendung schwelgen will, der muss dafür bezahlen. Kleindung, Grundstücke und andere Pixel-Waren werden in der künstlichen Welt in Linden-Dollars gehandelt. Doch Vorsicht, abgebucht werden die Cyber-Moneten schließlich per Kreditkarte von Ihrem richtigen Konto.

Birgit Ulrich

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