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Jugendzentrum in der Kritik

Publicerat tisdag 6 februari 2007 kl 13.32
"Fryshuset" im Stockholmer Stadtteil Hammarby

Das Jugendzentrum „Fryshuset“ für Integration und gegen Gewalt in Stockholm sorgt für negative Schlagzeilen. Erst sollen Sicherheitsmängel in den Einrichtungen des Zentrums wiederholt vertuscht worden sein. Jetzt gerät auch noch das Opferschutzprogramm von „Fryshuset“ ins Zwielicht. Nach Ansicht der Polizei verstößt das Programm gegen das Gesetz. Der Leiter von „Fryshuset“ räumt einzelnes Fehlverhalten zwar ein, grundsätzlich sieht er das Jugendprojekt aber nicht in Frage gestellt.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Seit Jahren schon betreibt das Jugendzentrum „Fryshuset“ ein Opferbegleitprogramm, bei dem die Mitarbeiter junge ehemalige Opfer von Gewalttaten gegen Bezahlung im Alltag begleiten. Ziel des Programms ist, dass sich die Personen wieder in dem Umfeld sicher fühlen, in dem sie einst Opfer eines Gewaltverbrechens wurden.

Doch mindestens einmal bewirkte das Programm den gegenteiligen Effekt. Weil ein paar der „Fryshuset“-Begleiter selbst Mitglieder von Jugendbanden waren, gerieten sie mitten in Stockholm mit anderen kriminellen Jugendlichen in eine Schlägerei – das ehemalige Gewaltopfer dabei im Schlepptau. Ein bedauerlicher Vorfall, räumt Arne Danner ein, aber ein Einzelfall, beteuert der „Fryshuset“-Leiter: „Unsere Mitarbeiter begleiten die betreffende Person im Alltag – zur Schule oder in den Sportverein. Das ist absolut nicht als Bodyguard gedacht, sondern als mentale Unterstützung. In dem einen Fall waren leider die Begleiter Kriminelle. Das führte dann zu einem unschönen Schlagabtausch mit der rivalisierenden Gang. So etwas kann man eben nie ganz ausschließen.“

Eine Gefahr an sich 

Von einem Einzelfall will Lars Sjöberg von der Stockholmer Polizei hingegen nicht sprechen. Für ihn stellt das Opferbegleitprogramm von „Fryshuset“ an sich bereits eine Gefahr dar: „Wenn man eine bestimmte Person gegen Bezahlung schützt, benötigt man dafür eine Genehmigung. Wer keine solche Genehmigung besitzt, verstößt gegen das Gesetz. Ein professioneller Personenschützer würde sich niemals gemeinsam mit dem Opfer auf die Suche nach den Tätern machen. Die zu schützende Person würde damit einer unnötigen Gefahr ausgesetzt.“

Damit könnte das Opferbegleitprogramm ein Fall für die Justiz werden. Auch in einem anderen Zusammenhang könnte das Gebaren von „Fryshuset“ nun die Gerichte beschäftigen. Wie erst Anfang der Woche bekannt wurde, hatte die Leitung von „Fryshuset“ erhebliche Sicherheitsmängel in seinen Einrichtungen vertuscht, obwohl wiederholt Angestellte zu Schaden kamen. Ein leuchtendes Vorbild für Jugendliche, die wieder auf die rechte Bahn gebracht werden sollen, sieht anders aus.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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