Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Kindergärten mit Nachtdienst nicht obligatorisch

Publicerat tisdag 6 februari 2007 kl 15.28

Wer Spät- und Frühschichten schiebt, hat kein Anrecht drauf, seine Kinder während der Arbeitszeit im kommunalen Kindergarten unterzubringen. Auch nach dem neuesten Urteil des Obersten Verwaltungsgerichts bleibt alles beim Alten: die Gemeinden sind nur zur Kinderbetreuung zur Bürozeit verpflichtet. Die Angestelltengewerkschaft TCO fordert nun eine Änderung der Gesetze.

Anna-Karin Simlund arbeitet an der Göteborger Oper. Sie gehört zur wachsenden Schar von Schweden, die ihren Lebensunterhalt außerhalb der üblichen Bürozeiten verdienen. Simlund ist unzufrieden mit dem Urteil. „Das Merkwürdigste ist, dass die Regierung die Linie vertritt, wer arbeitslos ist, muss gegebenenfalls auch eine Stelle außerhalb der üblichen Arbeitszeiten annehmen. Aber Voraussetzung dafür ist doch, dass die Beaufsichtigung der Kinder während dieser Zeit gesichert ist. Das ist auch eine Gleichstellungsfrage. Wir, die wir Früh- oder Spätschichten machen, müssen unter schwereren Voraussetzungen arbeiten, obgleich wir genauso unsere Steuern abführen, wie alle anderen auch.“

Nach der jetzigen Gesetzgebung sind die Gemeinden nicht grundsätzlich verpflichtet, die Vorschulen abends geöffnet zu halten. Jede Gemeinde darf selbst entscheiden, welchen Service sie ihren Einwohnern in dieser Hinsicht bietet. 

Gemeinden fehlt Geld
Louise Fernstedt von der Dachorganisation der Kommunen und Regionen findet das gut so: „Vom Standpunkt der Gemeinden aus, ist das Urteil positiv. Es wär’ natürlich schön, wenn wir rund um die Uhr Kinderbetreuung haben könnten. Aber wirtschaftlich können sich das viele Gemeinden nicht leisten.“

Zurzeit bietet nur ungefähr die Hälfte der schwedischen Kommunen den Kindergarten bei Nacht an. Sie haben aber das Recht, diesen Service ohne Umschweife rückgängig zu machen. 

Service auf Wiederruf
Die Angestelltengewerkschaft TCO möchte dies per Gesetz verhindern, um Eltern den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, die bei Polizei, in der Krankenpflege oder Gastronomie Früh- oder Spätschichten machen. TCOs Vorsitzender Sture Nordh fordert rasches Handeln: „Wir erwarten eine schnelle Änderung der bestehenden Gesetzgebung durch die Regierung. Schließlich muss ein Gesetz für alle gleichermaßen gelten.“

Opernsängerin Anna-Karin Simlund sieht Arbeitnehmer vorläufig in der Zwickmühle: „Das Arbeitsamt und die Arbeitgeber verlangen ja, dass man als Arbeitnehmer für eine geeignete Betreuung der Kinder gesorgt hat. Wenn aber die Gemeinde die Kinderbetreuung nicht garantiert, dann kann man bestimmte Jobs nicht annehmen und ist damit dann seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld los. Da ist man in der Klemme.“ 

Sybille Neveling

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".