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Salatbar-Besitzerin gibt auf

Publicerat onsdag 7 februari 2007 kl 14.46

Ein Konflikt zwischen der Hotel-und Restaurantgewerkschaft in Göteborg und einer kleinen Salatbar hat eine unerwartete Wendung genommen: die Kleinunternehmerin gibt auf. Die Minister der bürgerlichen Koalitionsregierung sind uneinig, ob jetzt Veränderungen des Arbeitsrechts notwendig sind.

Acht Wochen lang blockierten Gewerkschaftsvertreter die kleine Salatbar Wild’n fresh in Göteborg, um Gäste aufmerksam zu machen, dass die Besitzerin sich weigert den Tarifvertrag zu unterzeichnen. Die Gastwirtin meinte, ihre drei Angestellten hätten mindestens ebenso gute Arbeitsbedingungen wie mit Tarifvertrag.  Die Gewerkschaft war da anderer Meinung: der fehlende Tarifvertrag führe zu Lohndumping in der ganzen Restaurantbranche.  

Nun gibt die Salatbarbesitzerin auf und verkauft ihren Betrieb. In der Sache hat Sofia Appelgren sämtliche Forderungen der Gewerkschaft erfüllt, sogar kürzlich noch eine fehlende Versicherung für ihre Angestellten abgeschlossen. Sie hätte also den Tarifvertrag einfach unterschreiben können, aber es gehe ihr ums Prinzip. ”So lange die Gewerkschaft völlig ungehemmt solche Methoden einsetzen darf, um Tarifverträge zu erzwingen, werden unsere Menschenrechte verletzt.”

Ähnliche Konflikte zwischen Gewerkschaft und Kleinbetrieben hat es in den letzten Monaten öfter gegeben. Die Gewerkschaften führen derzeit eine breite Kampagne mit Blockaden durch, um Tarifverträge in möglichst allen schwedischen Betrieben zu erzwingen. Der konservative Arbeitsmarktminister Sven Otto Littorin unterstützt die Gewerkschaften und will die Tarifautonomie unverändert beibehalten. Flächendeckende Tarifverträge garantierten den Arbeitnehmern sichere Bedingungen, meint Littorin.

Wirtschaftsministerin Maud Olofsson von der Zentrumspartei ist mit ihrem Kollegen vom größeren Koalitionspartner uneins. Zum Schutze kleiner Unternehmen müsse über Änderungen im Arbeitsrecht nachgedacht werden, findet die Wirtschaftsministerin. ”Ich denke wir brauchen, ausgehend von dem Geschehen in Göteborg und noch ein paar anderen Dingen, eine ruhige Diskussion darüber, wie wir ein besseres Klima für Kleinunternehmer schaffen können. Es ist ja nicht gut, dass heute Menschen, die Unternehmen gründen möchten, dies nicht tun, weil sie die Arbeitsmarktregeln zu kompliziert finden.”

Luise Steinberger

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