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Marianne Fredriksson

Eine große Erzählerin

Publicerat måndag 12 februari 2007 kl 08.28
Marianne Fredriksson

Sie ist eine der meistgelesenen Schriftstellerinnen Schwedens. Ihre Bücher wurden in 47 Sprachen übersetzt und mehr als 17 Millionen Mal verkauft, auch den deutschen Markt hat sie in den letzten zehn Jahren erobert - abseits der schwedischen Krimieuphorie. Die Rede ist von Marianne Fredriksson. Mit 79 Jahren ist die schwedische Schriftstellerin gestern in Stockholm gestorben.

Wenn es um die Beurteilung des neusten Werkes von Marianne Fredriksson ging, gingen die Meinungen meist auseinander: Die Leserschaft liebte sie, die Kritiker rümpften oft die Nase.

Das lag vielleicht daran, dass nicht selten mythologische Stoffe oder Figuren aus der Bibel als Vorbilder für ihre Bücher dienten, überlegt die Autorin und Journalistin Ami Lönnroth, die lange mit Marianne Fredriksson zusammen gearbeitet hat: „Sie ist eine große Erzählerin. In ihrem ersten Buch mit dem Titel „Eva” schilderte sie ihre leicht feministische Sicht auf die Schöpfungsgeschichte. Eva war eine starke und unabhängige Frau, die selbst denken konnte. Das war etwas ganz anderes als das, was die patriarchale Christenlehre 2000 Jahre lang gepflegt hatte. Marianne Fredriksson war Feministin und interessierte sich für geistliche Fragen und das kam bei jungen Frauen an.”


Als „Eva” 1980 erscheint ist Marianne Fredriksson bereits 53 Jahre alt. Bevor sie sich als Schriftstellerin versucht, hat die gebürtige Göteborgerin bereits als Journalistin Karriere gemacht: Zuerst als Mitarbeiterin der Göteborger Zeitung Göteborgs-Tidningen, später als Mitbegründerin von Magazinen wie Allt i hemmet (Alles über das Wohnen), oder Vi föräldrar (Wir Eltern) in Stockholm. 1974 wird sie Redakteurin bei der Tageszeitung Svenska Dagbladet und startet die Rubrik Idag (heute), die auch heute noch der Innenwelt der Schweden nachspürt und deren Gefühle stärker in den Vordergrund rückt als sonst üblich. Bei den Kollegen stieß das zunächst auf Unverständnis, erinnert sich Ami Lönnroth:

„Unser erster Artikel in der Reihe hieß ,Schmerzende Seele’. Ich erinnere mich, wie Marianne von der Morgenkonferenz mit ihren männlichen Kollegen erzählte. Der eine Kollege schlug vor, etwas über den Niedergang der Börse zu machen, der andere berichtete von einem großen Unglück in Belgien. Und dann sagte Marianne Fredriksson: Wir beginnen heute die Artikelserie ,Schmerzende Seele’, woraufhin die ganze Runde in schallendes Gelächter ausbrach.”

Die Erforschung der Innenwelt blieb auch als Schriftstellerin ihr Thema, gepaart mit Stoffen aus dem Konfliktfeld Familie sowie der Stellungnahme für die Sache der Frau. Die Lebensbedingungen von Frauen im 19. und 20. Jahrhundert standen auch bei „Hannas Töchter” im Vordergrund. Der Roman erzählt die Geschichte von Großmutter Hanna, ihrer Tochter und ihrer Enkelin und bescherte Marianne Fredriksson in den neunziger Jahren ihren internationalen Durchbruch. Zuletzt erschien in Deutschland „Stinas Entscheidung”, in dem sich eine Frau aus der Ehe mit einem sie schlagenden Mann befreit.

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