Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Forschung

Körperzellen manipulierbar

Publicerat onsdag 9 maj 2007 kl 13.52
Die Wissenschaftler bei der Arbeit

Neue Hoffnung für die Krebstherapie: Eine Forschergruppe in Göteborg hat herausgefunden, wie Körperzellen untereinander Informationen austauschen und damit ihr „Verhalten“ beeinflussen. Mit der Erkenntnis hoffen die Wissenschaftler, Körperzellen derart steuern zu können, dass Krankheiten wie Krebs dadurch geheilt würden.

Jan Lötvall und seine vier Forscherkollegen haben ihren Bekanntheitsgrad in Wissenschaftskreisen binnen kurzer Zeit merkbar erhöhen können. Schon widmet die angesehene Wissenschaftszeitung „Nature“ der schwedischen Entdeckung einen ausführlichen Artikel.

Doch im Vordergrund steht für das Team vom Sahlgrenska Universitätskrankenhaus in Göteborg natürlich nur der wissenschaftliche Durchbruch, versichert Jan Lötvall: „Das ist ungeheuer spannend. Zellen kommunizieren auf eine viel ausgefeiltere Art miteinander, als wir bis noch vor wenigen Wochen annahmen. Diese Art der Kommunikation der Körperzellen miteinander könnte man in der medizinischen Behandlung von Krankheiten anwenden; zum Beispiel bei Erbkrankheiten oder Krebs.“

Informationen werden „eingetrichtert”

In dem Göteborger Labor haben sich die fünf Wissenschaftler um einen kleinen Apparat mit der Bezeichnung „Facs“ aufgestellt. Diese einmal einen Meter große Maschine kann einzelne Zellen aufsaugen und anschließend mit einem Laser beschießen. Auf diese Weise bestimmen Jan Lötvall und sein Team, welche Information der Zelle buchstäblich eingetrichtert wird. Dies geschieht über so genannte Exosome – vereinfacht gesagt: Informationsbausteine, die von Zelle zu Zelle verschickt werden.

Doch bis man zu dieser Erkenntnis gelang, hat es eine Weile gedauert, berichtet Jan Lötvall: „Eigentlich befassen wir uns nur mit allergischen Prozessen. Wir wollten wissen, wie Exosome Allergien beeinflussen. Aber da erhielten wir keine eindeutigen Ergebnisse. Mal verhielten sich die Zellen auf die eine, dann wieder auf die andere Weise. Wir standen vor der Frage, ob wir die Forschung über Exosome aufgeben oder vertiefen sollten. Wir entschieden uns fürs intensive Forschen und deswegen liegen nun diese Resultate vor.“

Hoffnung für Krebspatienten

Mittels der nunmehr erforschten Exosome teilen Zellen sich gegenseitig mit, ob sie sich vervielfältigen oder zerstören sollen. Wenn es dem Menschen nun also gelingt, Körperzellen zu manipulieren, wäre somit künftig die Heilung schwerer Krankheiten denkbar. Krebszellen könnte man einfach anweisen, sich selbst zu zerstören. Chemotherapie oder Bestrahlung bei Krebsbehandlungen wären überflüssig. Doch soweit sei sein Forscherteam noch nicht, räumt Jan Lötvall ein: „Einstweilen handelt es sich nur um Forschung im Labor. Aber in vier, fünf Jahren werden wir unsere Methoden so ausgefeilt haben, dass wir sie bei Menschen anwenden können.“

Und dies wäre sicherlich ein Meilenstein in der medizinischen Behandlung von Krankheiten.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".