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Der Fall Louise

Mehr Einsatz für Kinder aus sozial schwachen Familien

Publicerat torsdag 10 maj 2007 kl 15.49
Proteste im "Fall Louise"

In Deutschland schockierten in jüngster Zeit die haarsträubenden Geschichten verwahrloster Kinder die Öffentlichkeit. Auch in Schweden gab es jüngst einen solchen Fall. Um das in Zukunft zu verhindern, will die Regierung jetzt klare Regeln festlegen, wie Kommunen derlei Krisenfälle schneller erkennen und abwenden können. Maria Larsson, die Ministerin für Volksgesundheit, stellt dazu einen Rahmenkatalog vor.

Im April dieses Jahres schockierte das Fernsehmagazin „Uppdrag granskning“ seine Zuschauer mit einem Bericht über Louise. Das 15-jährige Mädchen hauste mit seinem psychisch kranken Vater in einem Wohnwagen im Wald, verwahrlost und fern jeder Jugendfürsorge. Ein Bericht, der die Schweden empörte und zu Demonstrationen im kleinen Vetlanda in Südschweden führte.

Gesundheitsministerin Maria Larsson gibt sich selbstkritisch: „Es gibt große Mängel beim Sozialdienst und bei der Arbeit, die in den Gemeinden geschieht. Wir wissen zum Beispiel nicht, wie viele Fälle von verwahrlosten Kindern pro Jahr gemeldet werden, wir wissen nicht, wie viele zu einer Prüfung führen. Wir müssen auch sicherstellen, dass die Sozialdienste gute Qualität liefern und dass ihr Handeln die anstehenden Probleme lösen kann.“

Lösen will die Ministerin das Problem mit Hilfe von Standards für bestimmte Sozialfälle. Es soll ein nationales Qualitätsregister eingeführt werden, das die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung mit einbezieht. Dort sollen Empfehlungen gegeben werden, welche Hilfeleistungen bei verschiedenen Arten von sozialen Missständen ratsam sind.

Gesundheitsministerin Maria Larsson setzt auf die Motivationskraft einer solchen Liste: „Wenn wir anfangen zu messen, wird keine Gemeinde als Schlusslicht in der Liste landen wollen. Man wird zu den Gemeinden aufschauen, die eine gute Qualität bringen und effektiv arbeiten. Und von ihnen müssen wir lernen. Das wird sicher sehr gut funktionieren.“

Ein Optimismus, den die Vorsitzende des Akademikerverbandes nicht teilt. Vor allem müssten die verantwortlichen Sozialarbeiter ausreichend qualifiziert sein, gibt Christin Johansson zu bedenken und verweist auf eine kürzlich vorgestellte Untersuchung des Zentralamtes für das Gesundheits- und Sozialwesen. Aus ihr war hervorgegangen, dass viele Sozialarbeiter, die für Kinder und Jugendliche zuständig sind, über geringe Berufserfahrung verfügen und die notwenigen Weiterbildungen für diesen Arbeitsbereich nicht mitbringen.

Ob sich das ab dem 1. April nächsten Jahres ändern wird, muss sich zeigen. Dann sollen die neuen Richtlinien für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien in Kraft treten.

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