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Odells Aussage zu Streubomben kritisiert

Publicerat fredag 11 maj 2007 kl 14.50

Auf einer internationalen Konferenz in Oslo einigten sich im Februar 46 Staaten auf eine gemeinsame Initiative für ein weltweites Verbot von besonders gefährlicher Streumunition bis Ende 2008. Deutschland erhielt den Auftrag, einen entsprechenden Gesetzestext auszuarbeiten. In Stockholm gab am Donnerstag der Auswärtige Ausschuss grünes Licht für die Umsetzung des Vorhabens auch in Schweden. Für Irritationen sorgten jedoch Äußerungen von Verteidigungsminister Mikael Odenberg, der das in Schweden hergestellte Modell „Bombenkapsel 90“ als weitaus weniger gefährlich beschrieb als herkömmliche Clusterbomben.

„Es handelt sich dabei um einen Typus von Streumunition, der sehr verlässlich ist und keine Blindgänger zurück lässt, die zivile unschuldige Menschen verletzen können“, so Odell. 
Streubomben bestehen aus einem Behälter mit bis zu Hunderten von kleinen Sprengkörpern. Nicht explodierte Munition bleibt liegen und kann noch nach Jahren ihre tödliche Mischung zur Explosion bringen. Vor allem für spielende Kinder ist sie eine Bedrohung. Dass das schwedische Modell „Bombenkapsel 90“, mit dem auch das schwedische Jagdflugzeug Jas Gripen bestückt wird, da eine Ausnahme bildet, ist recht unwahrscheinlich. Und so ließ die Kritik an Odells Äußerung auch nicht lange auf sich warten. Tomas Nash von der internationalen Organisation CMC, die unter anderem von den Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch unterstützt wird, unterstrich, dass auch der schwedische Munitionstyp „Bombenkapsel 90“ viel Leid unter Zivilisten hervorruft:

„Viele Zivilisten sind getötet oder für den Rest ihres Lebens verstümmelt worden. Und die Ursache sind die angeblich so zuverlässigen Streubomben.“

Neben der Kritik an Odells Aussage herrschte unter den Reichstagsabgeordneten am Freitag jedoch auch Erleichterung darüber, dass sich die schwedische Regierung für ein Verbot der besonders gefährlichen Streubomben einsetzt. Birgitta Ohlsson von den Liberalen:

„Ich bin froh über diese Entscheidung, dafür haben wir uns lange eingesetzt. Und ich bin besonders froh, dass alle Parteien im Auswärtigen Ausschuss dafür gestimmt haben. Persönlich glaube ich, dass auch das Ende der Bombenkapsel 90 in Sicht ist. Wenn es ein internationales Verbot gegen Streumunition gibt, wird sich das auch auf diese Munition auswirken. Wie genau, das werden wir dann sehen.“

Auch beim Technischen Hilfswerk sind die Reaktionen positiv. Die Behörde hat derzeit Kollegen im südlichen Libanon im Einsatz, die auf das Aufspüren von Streubomben spezialisiert sind. Ob sich Bomben aus schwedischer Produktion von anderen Fabrikaten unterscheiden lassen, wagt der Leiter der Einheit für  Minenräumung, Richard Hartmann, zu bezweifeln.

„Mit den technischen Einzelheiten der Kapsel-Bomben bin ich nicht vertraut. Aber ich weiß, welche Folgen solche Streubomben haben. In den betroffenen Ländern leidet vor allem die Zivilbevölkerung darunter.“

Agnes Bührig

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