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Intendant tritt zurück

Publicerat måndag 14 maj 2007 kl 09.26
Peter Örn geht

Der Intendant des Schwedischen Rundfunks, Peter Örn, ist von seinem Amt zurückgetreten. Dies gab Örn am Montagmorgen in einer Mail an alle Mitarbeiter bekannt. Genau Gründe für seine Entscheidung gibt Örn nicht an, verweist aber auf ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Ove Joanson. Örn wurde in den vergangenen Monaten wegen seiner Sparbeschlüsse hart kritisiert. Wer Örn in der Leitung des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders nachfolgen soll, ist noch nicht bekannt. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt die ehemalige Programmdirektorin Kerstin Brunnberg die Leitung.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Schweden hat zurzeit schwer zu kämpfen. Nicht nur, dass die Hörer ihre Unzufriedenheit mit neuen Programmen artikulieren. Auch die Politik trägt zu den Zukunftsängsten bei, denn die bürgerliche Regierung erwägt die Laufzeit des Rundfunkstaatsvertrages zu kürzen. Hinzu kommen noch die Notwendigkeit von Sparmassnahmen und jetzt der Rücktritt des Intendanten.

Die Nachricht ging zuerst via E-Mail an alle Mitarbeiter des Schwedischen Rundfunks. Der Intendant kündigte dabei höchstpersönlich seinen sofortigen Rücktritt an. Überrascht hatte die Ankündigung in der Sache niemand – nur der Zeitpunkt. Denn gerade laufen innerhalb des Hauses Verhandlungen über einen Personalabbau in nie da gewesenem Ausmaß. 150 Mitarbeitern wurde eine Abfindung angeboten, wenn Sie Ihre Kündigung einreichen. Gemeldet hatten sich jedoch weit über 300 Mitarbeiter – Ausdruck für die Unzufriedenheit, die zurzeit beim Schwedischen Rundfunk herrscht.

Der scheidende  Örn spricht auch von der Kritik, die ihm in den letzten Monaten begegnet ist: „Wir haben uns viel Kritik anhören müssen. Diese Kritik ist auch bei mir angekommen. Sie ist jedoch nicht der Grund für diesen Schritt, sondern die Gründe, die Ove Joanson angibt.“

Weiter sparen

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Joanson, lässt sich jedoch nicht richtig in die Karten sehen und gibt nur an, dass es unterschiedliche Auffassungen gegeben habe, zwischen ihm und Örn. Worin diese Unterschiede konkret bestehen, will er jedoch nicht sagen. Joanson macht jedoch klar, dass am Sparkurs festgehalten werde: „Die unbequemen Entscheidungen bleiben bestehen. Der Haushalt muss ausgeglichen werden. Das bedeutet auch, dass die Maßnahmen durchgeführt werden. Auch die neue Organisationsstruktur wird nur leicht verändert werden. Diese Veränderungen wurde von Peter bereits eingeleitet.“

Peter Örn war vor knapp vier Jahren mit der Botschaft angetreten, dass der Schwedische Rundfunk den Gürtel enger schnallen muss. Dazu sollten viele Produktionen ausgelagert und  dem Rundfunk eine neue Organisationsstruktur verpasst werden. Diese Agenda 2010 wuchs jedoch zu einem gigantischen Projekt, das immer mehr den Unmut der Mitarbeiter auf sich zog. Die machen sich jetzt Luft: „Ich bin seit 1984 in diesem Unternehmen. Und es war immer was los. Aber jetzt ist die Lage vollkommen chaotisch und darüber bin ich sehr aufgebracht. Man muss der Leitung einen Vorwurf daraus machen, dass der Rundfunk in diesem Zustand ist.“

Politik schweigt

Die Politik wollte Örns Rücktritt nicht kommentieren. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht allerhöchstes Ansehen in der Regierungskanzlei hat, wird durch den Umstand deutlich, dass die bürgerliche Regierung die Laufzeit des Rundfunkstaatsvertrages kürzen will.

Die vergangenen Wochen und Monate mit negativen Schlagzeilen zur Situation im Rundfunk haben diese Lage nicht verbessert. Einige Mitarbeiter fordern daher auch den Rücktritt der gesamten Chefetage sowie des Aufsichtsrates. Schließlich hatte Joanson bisher Örn den Rücken gestärkt. Die umstrittenen Umstrukturierungsprogramme, die von Örn aufgelegt wurden, sind von Joanson und dem Aufsichtsrat abgenickt worden.

Ob auch Joanson abberufen wird, ist noch unklar. Dazu müssten sich erst die Parteien im Reichstag einig werden. Sie kontrollieren die Stiftung, die über die Zusammensetzung des Aufsichtsrates befindet.

Bis ein Nachfolger für Peter Örn gefunden wird, übernimmt die ehemalige Programmdirektorin Kerstin Brunnberg die Leitung. Sie hat – im Gegensatz zu Örn – auch publizistische Erfahrung.

Dieter Weiand

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