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Enttäuschung nach Eurovisions-Debakel

Publicerat måndag 14 maj 2007 kl 14.18
"The Ark" auf der Bühne in Helsinki

Im schlagerbegeisterten Schweden ist die Katerstimmung nach dem Eurovision Song Contest vom Wochenende groß. Die im Vorfeld als Favorit gehandelte schwedische Glamrockband „The Ark“ kam beim Finale in Helsinki nicht über einen enttäuschenden 18. Rang hinaus. Es dominierten stattdessen Beiträge aus Osteuropa. In Schweden ranken sich deshalb die ersten Konspirationstheorien um den Eurovision Song Contest.

Kurz nach der Abstimmung Samstagnacht war die Frustration in der schwedischen Delegation noch groß. Bei der anschließenden Pressekonferenz aber suchte man vergebens nach bitteren Mienen in den sechs Gesichtern von „The Ark“. Sie seien dankbar, dass das schwedische Publikum sie im März erwählt habe.

Das europäische Publikum sei wohl noch nicht reif für ihre Art von Musik gewesen, diktierte Frontmann Ola Salo der schwedischen Journalistenschar in die Blöcke: „Wir hatten schon die ganze Woche gesagt: Da tut sich was bei der Eurovision. Es wird ungeheuer schwer, sich bei diesem Wettbewerb durchzusetzen. Doch wir bleiben die beste Gruppe der Welt – egal, was bei diesem alten Gesangsfestival passiert.“

Trend zum Nachbarschaftsvoting 

Vom alten Grand Prix aus den Zeiten Nicoles ist beim Eurovision Song Contest allerdings nicht mehr viel geblieben. Spätestens seitdem auch immer mehr Länder aus dem ehemaligen Ostblock teilnehmen, haben sich die Auftritte und die Wertungen stark gewandelt. Schwedens Boulevardblätter „Aftonbladet“ und „Expressen“ sprachen nach dem enttäuschenden 18. Platz für „The Ark“ von unzulässigem Nachbarschaftsstimmverhalten. Die serbische Ballade „Molitva“ habe vor allem aufgrund der Höchstwertungen aus den ehemaligen jugoslawischen Nachbarrepubliken gewonnen.

Allerdings haben gerade die Skandinavier ihre einschlägigen Erfahrungen mit dem so genannten Nachbarschaftsvoting. Bezeichnender Weise erhielt Schweden in diesem Jahr seine einzigen beiden 12-Punkte-Wertungen aus Norwegen und Dänemark. Ein Phänomen also, das in ganz Europa verbreitet ist. Ehemalige Eurovisions-Großmächte wie Irland drohen angesichts ihres schlechten Abschneidens bereits den vollständigen Rückzug vom Spektakel an. Einige schwedische Musikproduzenten schlagen in die gleiche Kerbe.

Schlechte Verlierer?

Für Kjell Ekholm, Eurovisionsverantwortlicher beim diesjährigen finnischen Ausrichter YLE sind das keine neuen Argumente: „Solche Äußerungen habe ich schon in den vergangen Jahren gehört. Die schlecht platzierten Länder drohen dann immer damit, im nächsten Jahr nicht mehr mitzumachen. Und dann sind sie doch wieder mit dabei.“

Dass ausgerechnet Schweden sich vom Eurovision Song Contest verabschiedet, glaubt vorerst niemand. Denn auch im kommenden Jahr werden die Straßen hierzulande wie leergefegt sein, wenn Schweden den Liederwettstreit mit dem Rest Europas aufnimmt.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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