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Reinfeldts USA-Besuch: Ein Konservativer entdeckt die Umweltpolitik

Publicerat fredag 18 maj 2007 kl 12.07
Zwei Umweltfreunde, die sich verstehen: Reinfeldt och Schwarzenegger

Bei seinem Amtsbesuch in den USA zeigt sich Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt von seiner umweltfreundlichen Seite. Nach Präsident Bush und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon traf der Konservative auch den kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger – und wieder ging es vornehmlich um Umweltfragen. Opposition und sogar Politiker aus den eigenen Reihen kritisieren Reinfeldt für dessen Zurückhaltung bei den für die Schweden mindestens ebenso wichtigen politischen Themen wie Irakkrieg, Todesstrafe oder das Gefangenenlager Guantanamo. Ein missglückter erster Besuch in den USA für Reinfeldt?

Arnold Schwarzenegger kennt Schweden noch aus Bodybuilder-Zeiten, ein schönes Land, findet er, das er gern wieder einmal besuchen würde. Reinfeldt antwortete prompt mit einer Einladung ins Eishotel Jukkasjärvi. Die beiden konservativen Politiker verstanden sich offensichtlich gut. Es sei doch eben immer nett mit Besuch aus Europa, meinte Schwarzenegger abschließend.

„Besonders von jemandem, der sich für den wirtschaftlichen Aufschwung begeistert und gleichzeitig die Umwelt schützen möchte.“

Neben dieser freundlichen Geste verblasst die Kritik aus der Heimat – vorerst jedenfalls. Schon auf die Vorwürfe, mit George Bush nicht im Ansatz über den Krieg im Irak gesprochen zu haben, reagierte Reinfeldt gelassen.

„Man sollte vielleicht ein bisschen vorsichtig damit sein, im internationalen Umgang nur noch mit dem Finger aufeinander zu zeigen. Ich glaube, es wäre reichlich albern, würde George Bush bei einem Besuch in Schweden die Regierung kritisieren und sagen: Ihr macht alles falsch und wenn Ihr Euch nicht am Riemen reißt, komme ich nie wieder. Wir wären doch auf Jahre hinaus geschockt.“

Entscheidungsträger beeinflussen

Dass sich Reinfeldt nun auch an der Seite von Gouverneur Schwarzenegger als großer Umweltschützer präsentierte, der er zuvor in Schweden nie war, stieß besonders im rot-grünen Oppositionslager auf Unmut, allen voran bei der Vorsitzenden der Sozialdemokraten Mona Sahlin. Reinfeldt sagte dazu nach seinem Treffen mit Schwarzenegger:

„Ich finde es sehr schade, dass Mona meint, ich würde zuviel über Klima und Umwelt sprechen. Denn ich halte es für überaus wichtig, dass wir aktiv mit denen zusammen agieren, die sich der Klimaherausforderung stellen wollen. Jede einzelne Minute hier verwende ich darauf, wichtige Führungsgestalten zu beeinflussen. Man hat ja nicht unbegrenzt Zeit und dann sagt es sich natürlich immer leicht, dass es Wichtigeres zu besprechen gibt als just die Klimaveränderung.“

Wahl 2010 im Blick

Teile der schwedischen Presse sprechen bereits davon, dass Reinfeldt mit seinem plötzlichen Lieblingsthema Umwelt ein ganz anderes taktisches Ziel verfolgt: Vielmehr als um die globale Klimaerwärmung sorge sich Reinfeldt um ein gutes Wahlergebnis 2010, wenn nämlich die Schweden ihrer Sorge um die Umwelt Ausdruck verleihen. Eine Moderate Sammlungspartei ohne jeglichen grünen Touch sähe dann sicherlich alt aus.

Liv Heidbüchel

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