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Rasten statt hasten: Arbeitnehmer essen zu ungesund

Publicerat torsdag 24 maj 2007 kl 14.07
Weit verbreitet: Schlechte Essensgewohnheiten

Eigentlich wissen wir es alle: Unter Stress bei der Arbeit und kurzen Pausen leidet das Mittagessen - und damit der Arbeitnehmer. Trotzdem: Viele schlingen direkt am Computer eine hastig aufgewärmte Fertigpizza in sich hinein, andere lassen das Essen ganz ausfallen. Dabei sagen immerhin 87 Prozent der Schweden, dass das Mittagessen für sie die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Damit Wunsch und Wirklichkeit besser zusammenpassen, soll die Behörde für Nahrungsmittelwesen nun leicht zu befolgende Ratschläge für das Essen am Arbeitsplatz erarbeiten.

Als Rezeptionistin hat Sofie Rosell Zeit für ein Mittagessen. Sie kann sogar im Park sitzen und die Sonne genießen. Als die Stockholmerin noch als Floristin arbeitete, ging es ihr wie jedem zweiten schwedischen Arbeitnehmer: Zum Essen blieben ihr gerade mal 30 Minuten Zeit.

„Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich jeden Tag neun Stunden gearbeitet, hatte aber nur eine halbe Stunde Mittagspause. Wenn man sich in der Zeit noch was zu essen kaufen muss, dauert ja allein das schon 15 oder sogar 20 Minuten. Dann hat man noch zehn Minuten, um sich das Essen reinzudrücken. Für den Magen ist das nicht so toll.“

Wer nicht isst, ist gestresst

Besonders schlechte Essensgewohnheiten haben Busfahrer, Angestellte in Pflegeberufen sowie Schichtarbeiter. Doch die Nahrungsmittelbehörde geht davon aus, dass weit mehr Arbeitnehmer von dem Problem betroffen sind, erläutert Projektleiter Ulf Bohman. Welchen Effekt genau das auf die Gesundheit der schwedischen Bevölkerung hat, ist noch unklar.

„Auch das Essen selbst trägt zum Stress bei der Arbeit bei, wenn es nämlich keine ausreichenden Pausen gibt. Bislang war die Mittagspause leider kein Thema, weil die Frage nach der Zuständigkeit nicht geklärt ist. Bin ich als Individuum verantwortlich oder der Arbeitgeber oder muss sich die Gewerkschaft mehr einsetzen? Darüber muss erstmal Einigung herrschen.“

Stille ist wichtiger als Zeit

Doch allein mit vorhandenen, tariflich zugesicherten Mittagspausen ist es nicht getan, zeigt jetzt eine Studie der Universität in Lund. Demzufolge ist auch eine laute Umgebung für den Organismus belastend. Essen im verkehrsumtosten Stadtpark ist also nicht das Gesündeste, meint Doktorandin Maria Nyberg.

„Man nimmt das Essen ganz anders zu sich, als wenn man irgendwo in Ruhe und Frieden ist. Eine richtige Pause ist für den gesamten Arbeitstag wichtig und sollte nicht eine Verlängerung der Arbeitszeit sein.“

Wie die Arbeitnehmer künftig zu dieser wohl verdienten Pause kommen, soll nun die Nahrungsmittelbehörde im Auftrag der Regierung bis September erarbeiten.

Liv Heidbüchel

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