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Gesund mit Hindernissen

Ökologischer Spielplatz kommt teuer

Publicerat måndag 28 maj 2007 kl 12.10

Wie lange muss man für Umweltsünden gerade stehen? Diese Frage stellt sich zurzeit in Stockholm den Streitkräften. Denn ihre Hinterlassenschaften auf der Museumsinsel Djurgården machen einen geplanten Spielplatz zu einem teuren Vergnügen.

Ein richtiges Kinderparadies. Das Astrid-Lindgren Museum „Junibacken“ ist eine der Hauptattraktionen der schwedischen Hauptstadt. Das Gebäude auf der Museumsinsel Djurgården zieht täglich Hunderte von Kindern an. Rund 250.000 Besucher kommen übers Jahr in den „Junibacken“. Das 1996 eröffnete Märchenhaus bietet auf 400 Quadratmetern den Besuchern einen Einblick in die Welt Astrid Lindgrens und anderer skandinavischer Kinderbuchautoren. Was dem Junibacken aber noch fehlt, das ist so ein richtiger Spielplatz zum Austoben draußen. Das finden auch Saga und Simon: Kleinere Kinder könnten dann da spielen. Aber auch Kinder wie ich, erzählen die Kinder.

Diesen Wunsch hat sich auch die Leitung von „Junibacken“ zu Herzen genommen und einen ökologischen Abenteuerspielplatz geplant. Die Genehmigungen auf der denkmalgeschützten Insel wurden eingeholt, die Finanzierung gesichert. Doch jetzt machen Umweltbelastungen dem Plan einen Strich durch die Rechnung.

Gefährliche Umweltgifte

Denn Erdproben haben ergeben, dass es am geplanten Spielplatz gefährliche Umweltgifte und Ablagerungen gibt. Sie stammen von der Marine, die in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hier eine Kriegswerft unterhalten hatte.  Das bedeutet, dass der Boden total saniert werden muss – mit Mehrkosten um eine Million Euro. Kosten, die eigentlich die Streitkräfte tragen müssten, meint Staffan Götestam vom „Junibacken“:  „Es handelt sich doch um Umweltschulden, die die Streitkräfte hier hinterlassen haben. Ich verstehe ja, dass es dort niemanden gibt, der in den 20er Jahren gelebt hat, aber es handelt sich hier um Erbe von jemand, der es mit der Umwelt nicht so genau genommen hat.“

Dieses Problem ist dem „Junibacken“ nicht fremd. Bereits vor elf Jahren, als das Museum gebaut wurde, gab es Umweltbelastungen. Damals zeigten sich die Streitkräfte nicht geneigt, die Sanierung zu finanzieren. Als sich jetzt die Frage erneut stellte, war die Antwort zunächst die gleiche. Als jedoch der Schwedische Rundfunk bei den Streitkräften nachfragte, zeichnete sich ein Silberstreif am Horizont ab. Der Pressechef der Streitkräfte Roger Magnegård möchte einen kinderfreundlichen Eindruck machen: „Da gibt es schon eine „Goodwill-Perspektive“. Wenn wir Djurgården verschmutzt haben, kann das dazu führen, dass wir uns eventuell bei einer Sanierung finanziell beteiligen.“

Magnegård führt dabei an, dass die Streitkräfte vor elf Jahren selbst große finanzielle Probleme gehabt hätten. Die Neuorganisation hätte es damals unmöglich gemacht, die Sanierung von Junibacken mit zu finanzieren. Inwieweit sich die Situation jetzt gebessert habe, wollte Magnegård jedoch nicht erklären. Die Kinder müssen wohl auf das Wohlwollen bei den Streitkräften oder aber auf einen dicken Geldbeutel bei den Betreibern von „Junibacken“ hoffen.

Dieter Weiand

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