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Zu milde Benotung bei Privatschulen?

Publicerat måndag 28 maj 2007 kl 15.43

In den vergangenen Jahren ist der Ruf der schwedischen Schule kontinuierlich gesunken. Viele Kinder und Eltern sind mit der kommunalen Schule unzufrieden – private Alternativen, so genannte Freischulen, sind daher wie Pilze aus dem Boden geschossen. Offenbar zu Recht: In den Freischulen sind die Lernergebnisse der Schüler nämlich besser. Jedenfalls auf dem Papier. Doch die Wirklichkeit, das zeigte jetzt eine Untersuchung, sieht oft anders aus.

Während die Kinder in der heruntergekommenen kommunalen Schule verdummen, werden sie in einer Freischule kontinuierlich klüger. Diesen Schluss könnte der erste Blick auf die gesammelten Zeugnisse der letzten drei Jahre nahe legen. Aber eben nur der erste Blick. Der Schwedische Rundfunk schaute sich jetzt die Abschlusszeugnisse von Grundschülern genauer an und verglich die Noten in Schwedisch, Englisch und Mathematik mit den Ergebnissen, die die gleichen Schüler wiederum bei landesweiten Prüfungen erzielten. Das Ergebnis: Manch einer, der in der Freischule laut Note als Leuchte galt, ging in der landesweiten Prüfung baden. Christina Wikström von der Universität Umeå sieht die Konkurrenz zwischen den Freischulen als wesentlichen Grund für die oft milde Benotung:

“Typisch für die Freischulen ist, dass sie in höherem Maβe als die kommunalen Schulen unter Erfolgsdruck stehen. Sie müssen sich auf dem Markt anbieten, müssen ihr Prestige stärken und zeigen, dass sie besser als andere Schulen sind. Das heisst vor allem: dass sie die Schüler zu höheren Leistungen führen. Ihre gesamte Existenz hängt schliesslich davon ab, dass sich Schüler und Eltern für just diese Schule entscheiden.“

Wie die Analyse des Schwedischen Rundfunks zeigt, wurden in den Freischulen vor allem in den Fächern Schwedisch und Englisch offenbar unmotiviert gute Zensuren vergeben. Ganz besonders grosszügig scheint man in dieser Hinsicht in der so genannten „Zukunfts“-Schule im südschwedischen Ängelholm zu sein. Ulrika Möllerström, Schülerin der neunten Klasse in Ängelhom, ist vom Ergebnis der Untersuchung nicht gerade begeistert:

“Sicher, die Freischulen wollen eben zeigen: Seht her, wir sind mindestens genauso gut wie die anderen Schulen. Aber ich fürchte, wir lernen hier insgesamt nicht so viel. Ich mache mir schon ein bisschen Sorgen – wenn ich ins Gymnasium komme, dann wird das eine kommunale Schule sein. Möglicherweise werde ich dann merken, dass ich viel weniger kann als andere.“

Offenbar ist die private Schul-Alternative also durchaus nicht immer die beste. Schulminister Jan Björklund hat unterdessen härtere Kontrollen der Freischulen angekündigt.

„Die Schulämter werden den Auftrag erhalten, die Notengebung künftig entschieden genauer zu verfolgen”, so der Minister. ”Sollten wir dabei auf eine Schule stossen, die ein ums andere Mal ungerechtfertigt gute Noten vergibt – dann darf diese Schule nicht weitermachen.“

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