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Zeckenfieber: Weiter verbreitet als bisher angenommen

Publicerat tisdag 29 maj 2007 kl 13.17
Da krabbelt er, der gemeine Holzbock.

Der Sommer kommt und mit ihm die Zecken. Und es ist fast schon ein Ritual, auf die beiden gefürchteten Infektionskrankheiten hinzuweisen, die Zecken übertragen: Borreliose und die ungleich schwerere FSME („Frühsommer-Meningoenzephalitis“), also Hirnhautentzündung. Doch damit nicht genug:  Selbst hinter dem, was man bislang für eine gewöhnliche Sommergrippe hielt, kann ein Zeckenbiss stecken. Mit dem Zeckenfieber steht eine dritte Krankheit auf der Schreckensliste des gemeinen Holzbocks.

Hartnäckig, gierig, eklig und vor allem reichlich unappetitlich: Für die Zecke hat kaum jemand ein gutes Wort übrig. Sie hat auch keine natürlichen Feinde, kann jahrelang ohne Nahrung auskommen und genießt die warmen Winter, sprich: Die Zecke breitet sich stetig aus. Als wahres Zeckenparadies gilt die gesamte schwedische Ostküste.

Deshalb auch alljährlich der Aufruf, die Menschen mögen sich zumindest gegen die FSME, also die Frühsommer-Meningoenzephalitis impfen. Diese Hirninfektion nämlich kann im schlimmsten Fall zum Tode führen. Nun müssen die Ärzte ihr Warnregister um eine dritte Zeckenkrankheit erweitern: das Zeckenfieber.

„Es handelt sich um eine Bakterie, die die weißen Blutkörperchen infiziert“, erklärt Infektionsspezialistin Marika Nordberg von der Universität Linköping. „Das führt zu den typischen Symptomen einer Sommergrippe: hohes Fieber, Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl.“

Eine von acht Testpersonen betroffen

Seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist das Zeckenfieber unter Tierärzten bekannt. Erst 1997 stellten Mediziner die Krankheit auch beim Menschen fest. Die Universität Linköping hat nun eine umfassende Studie durchgeführt, die klären soll, wie verbreitet das Zeckenfieber ist.

Zu diesem Zweck untersuchten die Forscher 250 Patienten aus südostschwedischen Regionen. Sie alle hatten Beschwerden nach Zeckenbissen. Außerdem nahm sich das Forscherteam auch das Blutbild von gesunden Blutspendern vor – auf der  Suche nach Antikörpern gegen das Zeckenfieber. Infektionsspezialistin Marika Nordberg: „Von den 150 untersuchten Blutspendern hatten 13 Prozent irgendwann einmal Zeckenfieber. Insgesamt also eine von acht Testpersonen. Das ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass diese Krankheit bei uns weit verbreitet ist.“

Die Forscher der Uni Linköping fanden auch heraus, dass viele Betroffene unter einer Doppelinfektion litten: Zu einer Borreliose gesellte sich also oft auch noch das Zeckenfieber. Was bei der Borreliose als roter, runder Hautausschlag um den Biss herum anfängt, kann mit einer chronischen Erkrankung enden, wie zum Beispiel mit Gesichtslähmung oder Gliederschmerzen. Rund 10.000 Menschen erkranken jährlich an Borreliose, die meisten genesen jedoch schnell dank Antibiotika.

Kein Grund zur Panik

Auch wenn das Zeckenfieber weitaus häufiger zuschlägt als bisher angenommen, so gibt Marika Nordberg von der Universität Linköping trotzdem Entwarnung. Chronisch wie die Borreliose ist die Krankheit nämlich nicht.

„Die meisten Betroffenen werden zwar sehr krank, aber das Zeckenfieber geht auch schnell vorüber. Viele haben auch nur wenige Symptome. Oftmals heilt die Krankheit ganz von selbst. Man braucht noch nicht einmal Antibiotika.“

Trotzdem gilt: Wer von einer Zecke gebissen wird, sollte die Zecke umgehend und vollständig entfernen und die Wunde anschließend mehrmals mit Alkohol reinigen. Gegen eine mitunter folgenschwere Hirnentzündung schützt nur die Imfpung.

Liv Heidbüchel

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