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Ausländerfeindlichkeit in Schweden nimmt zu

Publicerat torsdag 31 maj 2007 kl 16.52
Integrationsministerin Nyamko Sabuni

Fast jeder vierte Schwede kann sich vorstellen eine Partei zu wählen, die für die Einschränkung der Rechte von Einwanderern eintritt. Das zeigt laut der Tageszeitung „Dagens Nyheter“ die neueste Jahresstatistik des Staatlichen Amtes für Integration.

Bei vielen Schweden bleibt es allerdings nicht nur bei der Vorstellung eine rechtspopulistische Partei zu wählen. Immer mehr sind fest dazu entschlossen, dies auch zu tun. Laut der Jahresstatistik des Amtes für Integration: 7,3 Prozent. Das ist ein Zuwachs von mehr als anderthalb Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Fast ein Drittel der Befragten würde ethnischen Schweden den Vorzug bei der Vergabe von Arbeitsplätzen und Wohnungen geben. Und das, obwohl Arbeit einer der wichtigsten Schlüssel zur Integration ist. 15 Prozent können sich darüber hinaus im Großen und Ganzen vorstellen, Einwanderer abzuschieben, wenn diese keine Arbeit finden.

Integrationsministerin Sabuni macht sich Sorgen

Die selbst aus einer Einwandererfamilie stammende schwedische Integrationsministerin Nyamko Sabuni ist besorgt über diese Entwicklung: „Wenn ethnische Schweden keine Arbeit finden und sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen, dann hat das nichts mit Einwanderung zu tun. Das Problem ist aber: Je mehr Schweden von Arbeitslosigkeit betroffen sind, desto häufiger kommen solche Einstellungen zu Tage. Wir müssen es schaffen, dass die Bürger wieder mehr Zuversicht haben. Wenn sie Arbeit bekommen und ihre Kinder die Ausbildung, die sie benötigen – dann wird sich diese Einstellung auch wieder ändern.“ 

Viele Schweden glauben laut der Studie, dass der Rassismus immer mehr zunehmen wird und dass in der Folge Menschen mit einem anderen ethnischen Hintergrund immer schlechter behandelt werden.

Diskussion um Schwedendemokraten

Jose Alberto Diaz vom Staatlichen Amt für Integration vermutet, dass die Mediendebatte über die Schwedendemokraten für den Rechtsruck in der Gesellschaft mitverantwortlich ist. Die Diskussion habe die rechtspopulistische Partei salonfähiger gemacht hat – und das zeige sich jetzt in der Umfrage, schreibt Diaz in „Dagens Nyheter“. In jüngster Zeit kreiste in Schweden die Debatte darum, welcher Umgang mit den Schwedendemokraten angebracht sei. Ob man die Einthemenpartei besser ignorieren, oder ob man sich mit ihr auseinander setzen sollte.

Das Staatliche Amt für Integration gibt zudem der bürgerlichen Regierung eine Mitschuld an der neuesten Entwicklung. Kritisiert wird auch der Beschluss der Regierung, das Integrationsamt zu schließen. In einem Monat soll die Behörde aufhören zu existieren.

Benjamin Eyssel

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