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Ferien auf dem Bauernhof

Publicerat fredag 6 juli 2007 kl 14.13

Ferien auf dem Bauernhof - das klingt nach frischen Eiern, Ruhe und gesundem Leben. In Schweden bedeutet das zudem eine Möglichkeit, günstig unterzukommen, zum Beispiel in Skåne.

Henrik Irbladh hat sich eine Mistgabel geschnappt und verteilt Heu an seine Schafe. Die Arbeit ist dem Landwirt seit seiner Jugend vertraut, schon die Eltern hatten einen Bauernhof. Seit zehn Jahren betreibt er mit seiner Frau Marie den Hof Kongagården, 60 Kilometer nordöstlich von Malmö. Hier ziehen sie Lämmer groß, bauen Getreide und Raps an. Was er an seinem Beruf am liebsten mag, beschreibt Henrik Irbladh so: „Man ist nur sich selbst Rechenschaft schuldig und kann sich sein Leben selbst einteilen. Dann folgen wir dem Kreislauf der Natur. Wir haben eine sehr anstrengende Zeit, wenn die Lämmer geboren werden, von Januar bis März, da arbeitet man ziemlich viel. Im Sommer, wenn die Schafe auf der Weide sind, wird es etwas ruhiger, da muss man nicht um fünf oder sechs aufstehen sondern bleibt auch mal bis sieben, halb acht liegen.

Kongagården, was so viel wie Königshof heißt, war früher einmal ein sogenannter Wartehof, erzählt Henriks Frau Marie. Er wurde vom ältesten Sohn des nicht weit entfernt gelegenen Guts Knutstorp geführt. Der wartete darauf, den väterlichen Hof dort zu übernehmen und konnte auf Kongagården schon einmal üben. 

Weniger Beschäftigte
Später zog hier eine ganz normale Familie ein, doch dann wurden sie immer weniger, erzählt Marie Irbladh: „Hier haben früher viele Menschen gearbeitet. Noch vor 20 Jahren waren etwa zehn Mitarbeiter am Werk, dann wurden es immer weniger. Und nachdem Henrik und ich den Hof übernommen hatten, dachte ich, dass wir hier gern mehr Leben hätten. Tiere haben wir genug, aber wir brauchen auch Menschen und da sind uns Gäste aus der ganzen Welt willkommen. Das macht mir großen Spaß.“

Marie Irbladh hält Kontakt zu den Gästen und kümmert sich um die drei Zimmer, die im Wohnhaus gegenüber dem Schafsstall eingerichtet sind. Morgens tischt sie ein üppiges Frühstück auf, auf Nachfrage führt sie ihren Besuch durch den Stall oder empfiehlt ihnen eine Reittour. Auf einer Koppel nicht weit vom Hof entfernt stehen acht Pferde.

„Das ist Anneke, mein liebstes Pferd“, stellt Anna Lewijn ein stämmiges Pferd mit heller Mähne und Schweif vor. Die schlanke 26-Jährige bietet seit zwei Jahren Reittouren an: “Ich habe acht Pferde, sieben Haflinger und einen Nordschweden. Beide Rassen haben ein ähnliches Temperament. Die Haflinger stammen aus Deutschland. Dann wollte ich noch ein Großpferd haben, weil ich auch lange Menschen als Kunden habe und außerdem einen Pferdewagen. Dafür habe ich eine heimische Rasse aus Nordschweden gewählt. Sie ist sehr viel größer als die Haflinger. Vom Temperament her sind sie sich ähnlich, ruhig, sicher und stabil.“

Heilpraktikerin für Pferde
Interessiert trottet die Pferdedame Anabella heran und schnuppert interessiert am Mikrophon. Anna Lewijn schiebt ihre Baseballkappe gerade und tätschelt das Tier am Hals. Pferde sind ihr Leben. Als Schülerin ging sie auf ein Trabergymnasium, wo sie sich die Hälfte der Schulzeit mit Pferden beschäftigte, um sie zu reiten, ihre Körpereigenschaften und ihr Fressverhalten kennen zu lernen.

Im letzten Jahr setzte sie noch eine Pflegeausbildung drauf, sie wurde Tier-Homöopatin: „Das geht wie bei den Menschen. Das ist eine alternative Medizin, die in Europa immer beliebter wird und die Tiere sprechen sehr gut darauf an. Sie sind weit weniger von Stress beeinflusst als wir Menschen. Auch Akupunktur, Massage und Stretching ist etwas für Pferde. Sie sind genau wie wir Menschen Athleten und auch bei ihnen können Verspannungen auftreten.“

Die beste Medizin ist vermutlich, sich regelmäßig zu bewegen. Dafür sorgen Anna Lewijns Reitgäste. Vom siebenjährigen Steppke bis zur Großmutter hat sie für jeden das richtige Pferd parat. Wie wäre es zum Beispiel mit einer zweistündigen Reittour durch den schönen schonischen Buchenwald? Mit Kaffeepause und ganz viel frischer Luft. Anna Lewijns Augen beginnen zu leuchten, wenn sie davon erzählt.

Agnes Bührig

Wenn Sie auch mal bei einem schwedischen Bauern wohnen wollen, kommt hier die Internetadresse: www.bopalantgard.org <http://www.bopalantgard.org> - auch auf Deutsch.

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